Stuttgart

Solidarität gegen Polizeiwillkür

In Stuttgart nahmen ca. 150 Menschen an der Kundgebung zum internationalen ICOR-Aktionstag "Efrîn wird leben" teil.

Korrespondenz
Solidarität gegen Polizeiwillkür
(Foto: RF)

Es wurden verschiedene Redebeiträge gehalten unter anderem von Daimlerarbeitern, von Genossen der MLPD und von verschiedenen kurdischen und türkischen Organisationen. Deutlich wurde dabei, dass es eine große Solidarität mit den kurdischen Kämpfern in Efrîn gibt und dass die Beteiligung der Bundesregierung an den faschistischen Angriffen auf Efrin nicht einfach hingenommen wird.

 

Während der Kundgebung wurde auch immer wieder getanzt und Musik gemacht. Ein Highlight dabei war das von einer Teilnehmerin a capella gesungene Newrozlied.

 

Als die ehemalige Daimlerbetriebsrätin und Bundestagskandidatin der Internationalistischen Liste/MLPD Johanna Jäckh in einem Redebeitrag eine YPJ-Fahne hochhielt und sich damit auch mit Monika Gärtner-Engel solidarisierte, wurde die Polizei plötzlich aktiv und wollten mit ihr abseits der Kundgebung reden. Sofort solidarisierten sich die Teilnehmer mit Johanna. In weiteren Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, das wir die YPG/YPJ-Einheiten absolut nicht als Terrororganisationen sehen wie die deutsche Bundesregierung und Erdogan, sondern dass wir ihren Kampf voll unterstützen und wie sehr wir ihre Leistungen beim Zurückschlagen des IS / Daesh würdigen.

 

Während und nach der Kundgebung wurden Halstücher in den kurdischen Farben verteilt. Kurdische Jugendliche, die an der friedlichen Kundgebung teilnahmen, zogen sich die Tücher über das Gesicht und liefen so über die Haupteinkaufsstraße. Das nahm die Polizei zum Anlass, sie am Hauptbahnhof einzukreisen und sie zu kontrollieren. Teilnehmer, die das mitbekamen, solidarisierten sich mit den Jugendlichen, protestierten gegen diese willkürlichen Kontrollen und warteten mit den Jugendlichen, bis die Kontrollen zu Ende waren. Auch zufällig vorübergehende Passanten solidarisierten sich spontan.