Abgasbetrug

US-Sammelklage gegen BMW

Seit Bekanntwerden der kriminellen Abgasmanipulation 2015 hat BMW sich immer als Saubermann dargestellt.

Von gp

Das war damals und ist heute noch sehr unglaubwürdig, war doch BMW neben Porsche, VW, Audi und Daimler - zeitweise auch Bosch - Mitglied im berüchtigten Autokartell.

Falsche Software?

Dieses hatte sich seit den 1990er Jahren über Technik, Kosten und Zulieferer abgesprochen. Vor allem fand aber ein Austausch über Möglichkeiten zur Abgaswert-Manipulation statt.

 

Ende Februar musste BMW gegenüber dem Kraftfahrtbundesamt einräumen, dass in etwa 11.400 Pkw falsche Software eingebaut worden sei. Als Begründung gab BMW an, es handle sich um ein Versehen. Angeblich sei eine Software für andere Pkw-Typen fälschlicherweise aufgespielt worden.

Technisch nicht möglich

Wie der anerkannte Chemiker und Umweltexperte Dr. Alexander Friedrich von der Deutschen Umwelthilfe in einem Vortrag auf der Offenen Akademie am 30. März 2018 in Gelsenkirchen erklärte, ist dies technisch nicht möglich.

 

Ende März hat eine US-amerikanische Kanzlei eine Sammelklage auf Schadensersatz gegen BMW in den USA wegen Manipulation der Software bei den Modellen X5 und 330d eingereicht. „Die versprochene Leistung, Spritsparsamkeit und Effizienz wurden nur eingehalten, indem die Abgaskontrolle ausgeschaltet oder gedrosselt wurde, sobald die Software registrierte, dass die Fahrzeuge nicht in einer Testumgebung sind“, heißt es in der Klageschrift.