Eisenach

Kämpferische Pausenversammlung bei Opel

Am 11. April haben sich bei Opel Eisenach in der Mittagspause etwa 50 Kolleginnen und Kollegen versammelt, darunter auch fünf Betriebsratsmitglieder, um klare Zusagen für zukünftige Produktion in Eisenach einzufordern.

Korrespondenz

Bei der Betriebsversammlung am 9. März waren 1.100 Unterschriften übergeben worden mit der Forderung nach Modellzusagen, die im Tarifvertrag verbindlich vereinbart waren. Aber auch einen Monat später gibt es noch keine Informationen. Deshalb war auch der Werksleiter eingeladen, der aber nicht kam.

 

Die Kollegen prangerten an, dass es stattdessen Angriffe auf die Belegschaft gibt: Die Bänder werden schneller gestellt, die Ausbildung wird eingestellt, mit Abfindungen, Altersteilzeit, Versetzungen usw. wird die Belegschaft auf geplante 1.000 Leute abgebaut. Und die Geschäftsleitung will noch nicht mal die 4,3 Prozent Tariferhöhung zahlen.

 

Mehrere Kollegen sprachen die Abfindungsangebote an und riefen dazu auf, sich nicht einzeln die Abfindungssumme auszurechnen und einen anderen Job zu suchen. Statt dessen kommt es auf den Zusammenschluss an, um den Kampf um jeden Arbeitsplatz und gegen die drohende Schließung führen zu können. Das war für die anwesenden Kollegen spürbar befreiend, sie haben das aufgegriffen und Beifall geklatscht. Die Stimmung war kämpferisch und optimistisch, entgegen den Bemühungen der Werksleitung, Resignation zu verbreiten.

 

Als Fazit geht die Aufforderung an den Werkleiter, so schnell wie möglich einen Termin zu nennen wann er mit Informationen zu einer erneuten Versammlung kommt.