Dortmund

Tausende beim antifaschistischen Protest

Tausende von Antifaschistinnen und Antifaschisten sind am Samstag gegen einen Aufmarschversuch von Neofaschisten und Ultrareaktionären in Dortmund auf die Straße gegangen.

Von eh/ffz
Tausende beim antifaschistischen Protest
(rf-foto)

Zu der Demonstration, die von der faschistischen Partei "Die Rechte" unter dem Titel "Europa erwache" organisiert worden war, erschienen 600 aus ganz Europa zusammengezogene Faschisten. Jedoch zeigte Dortmund an diesem Tag, dass die überwältigende Mehrheit antifaschistisch denkt und handelt. Der antifaschistische Widerstand gegen die abstoßende Mischung aus Faschisten, Hooligans und Kriminellen war nicht zu übersehen. An zwei Demonstrationen, verschiedenen Mahnwachen und Stadtfesten beteiligten sich über 5.000 Menschen.

 

An der Bündnis-Demonstration von BlockaDo beteiligten sich Migrantenorganisationen, die MLPD, der Jugendverband REBELL, DKP, Linkspartei, "Die Partei", die Falken und verschiedene andere Organisationen. Es war eine Manifestation breitesten antifaschistischen Widerstands.

Verbot der YPG-Fahnen durchbrochen

Unter den Demonstrantinnen und Demonstranten befanden sich auch viele kurdische Aktivistinnen und Aktivisten. Stolz machten sie deutlich: "Wir haben den faschistischen IS aus Rojava und Nordsyrien vertrieben - wir stehen auch hier gegen die Faschisten." Empörend war in diesem Zusammenhang, dass diesen antifaschistischen Internationalisten ihre Fahne verboten werden sollte.

 

Auch hier stand die breite Front der Gegendemonstrantinnen und -demonstranten. Erfolgreich wurde das Verbot der Polizei gegen die YPG-Fahnen durchbrochen. "Wir lassen nicht zu, dass die Kräfte, die den Faschismus in Syrien besiegt haben, hier ausgeschlossen werden", so ein Redner.

 

In der Demonstration bildete die MLPD mit ihrem Jugendverband REBELL und vielen kurdischen Freundinnen und Freunden einen kämpferischen Block. Am offenen Mikrofon wurde der gemeinsame Kampf auf überparteilicher Grundlage gegen den Aufbau neofaschistischer Organisationen und ihre Förderung durch den Rechtsruck der Regierungen propagiert. Kurdische Leute wiederum zogen aus dem Kampf gegen den faschistischen IS die Konsequenz,  sich gegen jeden Faschismus einsetzen - auch hier in Deutschland.

Für Festival geworben

Genossinnen und Genossen von MLPD und REBELL verkauften Parteiprogramme, sammelten Unterschriften für das Internationalistische Bündnis und warben Mitstreiter für das Rebellische Musikfestival, das auf großes Interesse stieß. Die kurdische Nachrichtenagentur berichtet mit einem zweiminütigen Video unter anderem über einen Redner der MLPD.