Weltfrauen

Solidarität mit Sharmistha Choudhury

Die Solidarität mit der von Schlägern der Regierungspartei Westbengalens (TMC) angegriffenen und verschleppten Aktivistin der Weltfrauenkonferenz Sharmistha Choudhury entwickelt sich. Sie ist auch Mitglied des Zentralkomitees der ICOR-Partei CPI/ML Red Star.

Von ffz
Solidarität mit Sharmistha Choudhury
Als Sharmistha Choudhury bereits 2017 in Haft war, entfaltete sich die Solidarität - wie hier auf dem 18. Pfingstjugendtreffen (rf-foto)

Die Europa-Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen, Halinka Augustin aus den Niederlanden und Susanne Bader aus Deutschland, haben folgende Protesterklärung veröffentlicht:

"Helft bei der Befreiung von Sharmistha!"

„Wir, die Frauen der Weltfrauenkonferenz, verurteilen die brutalen Attacken gegen unsere Aktivistin Sharmistha Choudhury und die anderen Führer der Bewegung 'Für Land, Lebensgrundlagen, Ökologie und Umweltschutz' aus Bangor, sowie deren Entführung aufs schärfste. Sharmistha ist eine Aktivistin der Weltfrauenkonferenz, die den weltweiten Protest gegen diese Entführung organisieren wird.

 

Wir fordern die sofortige Freilassung und Unversehrtheit von Sharmistha und der mit ihr entführten Aktivistinnen. Wir rufen alle demokratischen Kräfte Indiens und im Ausland auf, für die Freilassung der Gekidnappten auf die Straße zu gehen.

 

Wir fordern die indische Regierung auf, sofort etwas gegen diesen kriminellen Akt zu unternehmen. Wir rufen die Frauen der Welt auf: Helft bei der Befreiung unserer Aktivistin Sharmistha! Sie muss schnellstens freigelassen und wieder zu uns zurückgebracht werden.“ (Eigene Übersetzung)

"Bereits einmal erfolgreich um Freilassung gekämpft"

Martina Stalleicken, Frauenpolitische Sprecherin der MLPD erklärt ihre Solidarität: „Eben erfahren wir von der feigen und ungeheuerlichen Attacke auf Sharmistha Choudhury. Sie ist Revolutionärin, Aktivistin der kämpferischen Frauen- und Umweltbewegung. Als solche kenne ich sie persönlich und ist sie auch in Deutschland und natürlich international einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

 

Bereits im Januar 2017 wurde sie als eine der Führerinnen einer Volksbewegung 'Für Land, Lebensgrundlagen, Ökologie und Umweltschutz' gegen eine von der Regierung forcierte Starkstromtrasse in West-Bengalen verhaftet - eine Bewegung, die Tausende in der Region vereint. Ein wichtiger und mutiger Kampf, für den hier besonders viele Frauen stehen, unter ihnen Sharmistha.

 

Bereits hier hat eine breite internationale Solidaritätsbewegung erfolgreich den Kampf um ihre Freilassung unterstützt. Wir haben Erfahrung und werden nicht zögern, die Attacke auf Sharmistha breit öffentlich bekannt zu machen und genau verfolgen, wie sie aufgeklärt und ob Sharmistha wohlbehalten wieder zurückkehren wird. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden."