IG Bau

Tarifverhandlungen in der Bauwirtschaft gescheitert

Der Bundesvorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat gestern einstimmig das Scheitern der Tarifverhandlungen für die 800.000 Beschäftigten beschlossen.

Von gp

Die Verhandlungen waren nach der dritten Runde ergebnislos abgebrochen worden. Die IG BAU fordert eine Erhöhung der Entgelte um sechs Prozent auf zwölf Monate sowie eine Angleichung im Osten. Dort besteht noch immer eine Lohnlücke von sieben Prozent, die bis 2022 geschlossen sein soll. Zudem fordert die IG Bau weitere Schritte zum kompletten dreizehnten Monatseinkommen, das jetzt 55 Prozent beträgt. Außerdem sollen die Wegezeiten zu den Baustellen bezahlt werden.

 

Der Hauptverband der Bauindustrie und der Zentralverband des Baugewerbes wollten nicht mehr als 1,65 Prozent anbieten. Ein Schlichtungsabkommen sieht vor, innerhalb von 14 Tagen ein Ergebnis vorzulegen. Schlichter ist der frühere Arbeits- und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement. Der letzte Arbeitskampf in der Bauindustrie fand 2002 statt. „Wir sind auf jeden Fall arbeitskampffähig, das ist überhaupt nicht die Frage“, erklärt Dietmar Schäfers von der IG BAU.