1. Mai

Stand der MLPD durchgesetzt

Die DGB-Demonstration in München war geprägt von kämpferischen Blöcken und dem phantasievollen Protest gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz.

Von Korrespondent aus München

ver.di stellte die Situation der Pflegeberufe in den Mittelpunkt. Ein großer Block der kurdischen Freunde hielten einige YPG-Fahnen, die besonders häufig von der Polizei gefilmt wurden.

 

Am offenen Mikrofon der MLPD wurde eine große Bandbreite thematisiert: Die Zukunft der Jugend und das Rebellische Musikfestival, die Frage der Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, dass es nicht geht, die revolutionäre Richtung von der Münchner Maikundgebung auszuschließen (Rote Fahne News berichtete über den Protest gegen die Verweigerung eines Standes).

 

Am Marienplatz angekommen war der Stand der MLPD schon von weitem zu sehen. Angesichts vieler Unterstützter war es der DGB-Führung Münchens nicht möglich, an ihrem Standverbot festzuhalten, der von vielen Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmern für Fragen, für Diskussion oder auch zum Erwerb unserer Publikationen genutzt wurde.

 

Redner des DGB lobten den Tarifabschluss bei ver.di über alle Maßen: es seien 10 Prozent rausgekommen. In Diskussionen wurde deutlich, dass ver.di-Kolleginnen und -Kollegen besser rechnen können, sie kritisierten vor allem die lange Laufzeit und dass die unteren Einkommen nicht genug angehoben worden seien.


Wenn ein IG Metaller wie Jürgen Kerner Ausflüge in die Geschichte macht, wie beim Rückblick auf die Novemberrevolution, so stellt er die Rolle von SPD und Gewerkschaften einseitig positiv in den Vordergrund. Tosenden Beifall erhielt er jedoch, als er  berichtete, in Eisenach sei AfD-Höcke von Gewerkschaftern vertrieben worden.