ZF TRW Gelsenkirchen

"Von wegen - wir sind zu teuer!"

Die Kollegenzeitung "Selber lenken" bei ZF TRW in Gelsenkirchen hat folgenden Artikel veröffentlicht:

Aus Kollegenzeitung "Selber lenken"

Es war ein Schock, als in Kalenderwoche 15 bekannt wurde, dass ab Ende April 120 Kollegen "freigestellt" und ab Mai im Belt Drive einen Monat nur noch Frühschicht gefahren werden soll. Wenn der modernste und profitabelste Bereich des Werks so stark schrumpfte, stellt sich die Frage, was das in Zukunft für das ganze Werk bedeutet?

 

Sollen wir zu Lohnverzicht erpresst werden, wie das gerade PSA bei der Opel-Belegschaft versucht. Damit wir für weniger Geld wie die Kollegen in Tschechien unsere Arbeitskraft verkaufen? Damit ist schon TRW gescheitert. Einen weiteren Arbeitsplatzabbau können wir keinesfalls hinnehmen. Wir brauchen unsere Arbeitsplätze, um zu leben. Keinesfalls dürfen wir uns erpressen lassen.

 

Unser Widerstand und Kampf um jeden Arbeitsplatz ist herausgefordert. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Konzernvorstand versucht, aus reiner Profitgier ein Werk nach und nach vor die Wand zu fahren und sich aus der Verantwortung zu stehlen. Da ist jede Kollegin, jeder Kollege betroffen ...

Einen Riegel vorschieben

Die Argumente der Geschäftsleitung, dass wir "zu teuer" seien und ein "Zuschussgeschäft", sind eine Unverschämtheit. ZF rüstet sich für eine neue Runde im internationalen Konkurrenzkampf um die Weltmarktführerschaft. Mit dem Aufkauf von TRW 2015 wurde ein lästiger  Konkurrent ausgeschaltet, Synergieeffekte genutzt und jetzt wird versucht, die einzelnen Werke im Konzern gegeneinander auszuspielen. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden ...