Fußball

Scharfe Kritik an Özil und Gündogan

Die beiden deutsch-türkischen Fußballspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan werden von weiten Kreisen in Deutschland wegen ihrer öffentlichen Unterstützung des Autokraten Recep Tayyip Erdoğan berechtigt kritisiert.

Von ffz
Scharfe Kritik an Özil und Gündogan
Nationalspieler Mesut Özil macht Wahlwerbung für Recep Tayyip Erdoğan (foto: Agência Brasil (CC BY 3.0 br)

Beide Kicker hatten sich in abstoßend anbiederischer Manier zusammen mit dem faschistischen Diktator und ihm gewidmeten Trikots fotografieren lassen und somit Wahlkampf für ihn gemacht. In der Türkei finden am 24. Juni vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt.

Was Özil und Gündogan machen, geht gar nicht

Gegenüber Sport-Bild erklärte Deniz Naki: "Was Özil und Gündogan da mit dem Trikot für Erdoğan machen, geht gar nicht. Özil und Gündogan beteiligen sich an Erdoğans Wahlkampf. Wenn das ihr Präsident sein soll, warum spielen sie dann für Deutschland? Ich finde das nicht in Ordnung. Man kann einem Präsidenten ein Trikot überreichen, wenn der für Frieden und Demokratie ist. Die ganze Welt aber weiß, dass Erdoğan das nicht ist."

 

Bisher haben sich unter anderem Prominente wie die Schauspielerinnen Désirée Nosbusch und Simone Thomalla aber auch Sportgrößen wie die Ex-Nationalspieler des DFB, Uli Borowka, Fredi Bobic, Ex-Bundesliga Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, die Doppel-Olympiasiegerin in der Leichtathletik, Heike Drechsler, Ex-Boxer Axel Schulz und Box-Trainer Uli Wegner klar ablehnend über die Pro-Erdogan-Propaganda-Aktion der beiden Spieler geäußert. Vor allem aber Hunderttausende Fußball Fans und Aktive.

 

DFB-Präsident Reinhard Grindel erklärte heute öffentlich: "Der DFB respektiert und achtet selbstverständlich die besondere Situation unserer Spieler mit Migrationshintergrund. Aber der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdoğan nicht hinreichend beachtet werden. Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen. Der Integrationsarbeit des DFB haben unsere beiden Spieler mit dieser Aktion sicher nicht geholfen.“