Solingen

Entfaltete Auseinandersetzung bei Schülerdemo zum Brandanschlag

Rund 250 Schülerinnen und Schüler nahmen an der heutigen Schülerdemonstration anlässlich des Jahrestags des faschistischen Brandanschlags in Solingen teil.

Korrespondenz aus Solingen
Entfaltete Auseinandersetzung bei Schülerdemo zum Brandanschlag
(Foto: RF)

Die Stimmung der Jugendlichen war gegen die Faschisten und es gab viel Kritik daran, dass der Außenminister der faschistischen türkischen Regierung eine Rede hält. Dass die Teilnehmerzahl deutlich geringer als vor fünf Jahren war, lag unter anderem daran, dass offensichtlich verschiedene Lehrer im Vorfeld dagegen gearbeitet hatten, wie uns ein Schüler berichtete.

Protest gegen aggressive Lehrerin

Gleichzeitig gab es Auseinandersetzungen mit Schülern um das Verbot von Fahnen auf der Demonstration – auch Schulleiter und Lehrer befeuerten teilweise die Ausrichtung „Keine Parteien“. Einige Schülerinnen und Schüler übernahmen das und reagierten selbst antikommunistisch beeinflusst.

 

Andere protestierten gegen eine besonders aggressive Lehrerin und hielten ihr entgegen, dass sie einen eigenen Kopf haben und sich nicht von ihr vorschreiben lassen, was sie nehmen und was sie lesen.

Platzverweis durch die Polizei

Ebenfalls mit der „Begründung“, dass Parteifahnen nicht erlaubt seien, hat die Polizei uns einen Platzverweis erteilt. Dabei hatten wir nur Transparente und REBELL-Fahnen! Trotzdem wurden wir vom Platz verwiesen. Wir haben dagegen protestiert und klargestellt, dass das gegen das Versammlungsrecht in Deutschland verstößt. Dennoch ging die Polizei gegen uns vor.

Großes Interesse an Zusammenhängen der Rechtsentwicklung

Trotz der Behinderungen haben wir viele MLPD-Flugblätter verteilt, sowohl das zur Auseinandersetzung um das Gedenken in Solingen als auch das zum gescheiterten Angriff des Staatsschutzes auf das Rebellische Musikfestival. Mehrere Broschüren zum Wesen der AfD als Wegbereiter des Faschismus wurden gegen Spende vertrieben.

 

Verschiedene Jugendliche wollen in Kontakt zu bleiben und an der Aktion gegen das Auftreten des türkischen Außenministers kommen. Ein ausführlicher Bericht folgt morgen.