Stahl

Verhandlungen über die Zukunft der Auszubildenden bei tkse

Am 4. Juni trafen sich Betriebsräte von tkse in Dortmund mit dem Vorstand zur Verhandlung über die Ausbildung und Übernahme der Auszubildenden bis 2026.

Von gp
Verhandlungen über die Zukunft der Auszubildenden bei tkse
Für die Zukunft der Arbeitsplätze und der Jugend bei tkse (rf-foto)

Die im September 2013 getroffene gemeinsame Vereinbarung über die Übernahme der Auszubildenden gilt nur noch bis 30. September 2018. Im September 2013 war zwischen tkse-Vorstand und IG Metall ein „Haustarifvertrag“ vereinbart worden.

Entgeltverluste von bis zu 5 Prozent

Er sah vor, die wöchentliche Arbeitszeit am 1. Oktober 2013 auf 34 Stunden und ab 1. Oktober 2014 auf 31 Stunden zu senken. Da der Vorstand von tkse aber nur für eine Stunde einen Lohnausgleich bezahlte, mussten die Kolleginnen und Kollegen einen Entgeltverlust von 4,5 bis 5 Prozent hinnehmen. Gleichzeitig wurde vereinbart, die Ausbildungskapazitäten beizubehalten.

 

Allerdings sollten die Auszubildenden nicht – wie im Tarifvertrag zur Übernahme vereinbart – unbefristet übernommen werden, sondern zunächst für ein Jahr in die Beschäftigungsgesellschaft PEAG wechseln. Erst danach wurde entschieden, wie viele einen festen Arbeitsplatz bei tkse erhalten sollen. Nach dem Haustarifvertrag soll die wöchentliche Arbeitszeit der Beschäftigten ab 1. Oktober 2018 bis 1. Oktober 2020 wieder schrittweise auf 35 Stunden pro Woche verlängert werden.

 

Dazu ein Vertrauensmann aus Dortmund: „Allein die Rückkehr zur 33-Stunden-Woche entspricht in Dortmund einem Arbeitsvolumen von 40 Arbeitsplätzen. Die sind dann aus Sicht des Vorstands natürlich 'über'. Dadurch verschlechtern sich natürlich die Aussichten auf Übernahme der in der PEAG Beschäftigten Jungfacharbeiter erheblich.“

MLPD: 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich

Vielen Kolleginnen und Kollegen liegt die Zukunft der Jugend sehr am Herzen. Deshalb haben sie sich zum Teil auch mit dem fehlenden Lohnausgleich abgefunden. Der volle Lohnausgleich ist aber kein „Geschenk“ von tkse, sondern lediglich ein Teil der von den Kolleginnen und Kollegen erwirtschafteten Gewinns. Deshalb fordern die Stahlbetriebsgruppen der MLPD die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden. Dies kann im gemeinsamen Kampf von Jung ud Alt durchgesetzt werden.