Schalkau

Ein "Gefährder" mitten im Thüringer Wald

Die Veranstaltung „Wie und warum ich zum 'Gefährder' gemacht wurde“ fand am 17. Juni ein weiteres Mal statt. Dieses Mal im Ferienpark Thüringer Wald - am Ort des Geschehens, an dem auch das Rebellische Musikfestival erfolgreich durchgekämpft wurde.

Korrespondenz aus Truckenthal

Die Gaststätte war mit 40 Teilnehmern gut gefüllt. Andreas Eifler, Hausmeister der Ferienanlage - der auch einen „Gefährderbrief“ erhielt - schilderte, dass es in der Vergangenheit immer wieder Angriffe des Thüringer Verfassungsschutzes gab.

Neue Stufe der Kriminalisierung

Andreas Eifler und Günther Slave (Zentralkomitee der MLPD) verdeutlichten, dass es sich bei den Polizeiattacken gegen MLPD und REBELL im Zusammenhang mit dem Rebellischen Musikfestival jedoch um eine neue Stufe der schon länger betriebenen Kriminalisierung der MLPD und Faschisierung des Staatsapparats handelt (siehe auch Veranstaltung mit Stefan Engel in Gelsenkirchen).

 

Der Auftritt von Grup Yorum war offensichtlich nur der Auftakt, diese Angriffe weiter voranzutreiben. Im Kern richten sie sich gegen die revolutionären Kräfte und insbesondere gegen MLPD und REBELL. Es waren ausschließlich Repräsentanten der MLPD, die als "Gefährder" angesprochen wurden. Den Herrschenden ist unsere Offensive des Parteiaufbaus in Thüringen nicht verborgen geblieben. Am 1. Mai trat die MLPD in allen größeren Städten auf, was auf großes Interesse stieß.

Die Herrschenden haben ein Problem

Deutlich wurde in der Diskussion aber auch, dass die Herrschenden ein Problem haben. Sie haben die Macht und können solche Gesetz und Maßnahmen durchsetzen. Sie brauchen aber auch die Massen. Diese stehen der Rechtsentwicklung kritisch gegenüber. Das zeigte sich gerade bei den Protesten gegen das bayerische Polizeiaufgabengesetz. Die Kritik am kapitalistischen System nimmt immer mehr zu.

 

Diese Bewusstseinsbildung ist aber kein Durchmarsch. Oft mischen sich bei den Menschen vor Ort linke und rechte Ansichten, ist die Kritik am kapitalistischen System auch verbunden mit Ängsten vor "Überfremdung", die bewusst geschürt werden. Das beweist, wie notwendig unsere Aufklärungsarbeit ist.

 

Nach der lebendigen Diskussion klang der Nachmittag mit Thüringer Bratwürsten aus. Neben den Kuchenspenden auch ein wichtiger Beitrag zur finanziellen Stärkung.