Berlin

Solidarität mit Civaka Azad gegen skandalöse Razzia

Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. teilt mit, dass gestern das Berliner Büro des Vereins Büro von der Polizei durchsucht wurde. Weiter heißt es in der Mitteilung:

Pressemitteilung von Civaka Azad e.V.

"Besonders skandalös ist, dass die Polizei über keinen Durchsuchungsbeschluss für unsere Räumlichkeiten verfügte. Trotzdem wurden sämtliche Computer beschlagnahmt, unsere Eingangstür vollständig zerstört und weitere Gegenstände beschädigt. Mit der heutigen Durchsuchung wird die Absicht verfolgt, unser Öffentlichkeitsbüro zu kriminalisieren und unsere Arbeit zu diskreditieren.

Öffentlichkeit über Situation in Kurdistan informiert

Als Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit arbeiten wir seit Jahren mit zahlreichen Akteuren aus der deutschen Zivilgesellschaft, Medien und Politik zusammen. Gemeinsam organisieren wir regelmäßig Informationsveranstaltungen, Delegationen oder Hilfskampagnen. Durch unsere gemeinsame Arbeit leisten wir damit einen wichtigen Beitrag, um die deutsche Öffentlichkeit über die Situation in Kurdistan zu informieren und Möglichkeiten der praktischen Solidarität aufzuzeigen.

 

Auch mit Ihnen haben wir immer wieder zusammengearbeitet und wichtige Impulse in der Öffentlichkeits- und Solidaritätsarbeit gesetzt. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken. Insbesondere in Zeiten, in denen Repressionen gegen kurdische Aktivisten und Institutionen nahezu alltäglich werden, schätzen wir die Zusammenarbeit mit Ihnen umso mehr."

Rote Fahne-Redaktion solidarisiert sich

In einem Solidaritätserklärung schreibt die Rote Fahne-Redaktion: "Die Redaktion der Rote Fahne (Magazin der MLPD) verurteilt die Angriffe auf eure Räume und auf eure wie unsere Rechte. Wir kennen eure Informationen, schätzen sie und verarbeiten sie in unseren Publikationen. Ein derartiger Angriff auf die Rechte der Presse - noch dazu ohne Durchsuchungsbeschluss - ist ein Angriff auf alle Medienschaffenden. Wir werden selbstverständlich darüber berichten und solidarisieren uns mit Euch!"