Düsseldorf

Solidarität mit Turgut Kaya: Keine Auslieferung an die Türkei!

Gegen die Auslieferung von Turgut Kaya protestierten gestern in der Mittagszeit ungefähr 30 Genossinnen und Genossen von MLPD, ATIK, ADHK, Neue Demokratische Jugend, Neue Frau und eine Reihe von Einzelpersonen vor dem Generalkonsulat der Hellenischen Republik am Betha-von-Suttner-Platz in Düsseldorf.

Korrespondenz
Solidarität mit  Turgut Kaya: Keine Auslieferung an die Türkei!
Keine Auslieferung von Turgut Kaya! (rf-foto)

Sie forderten gemeinsam: Keine Auslieferung von Turgut Kaya an das faschistische Erdogan-Regime! Freiheit für Turgut Kaya! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

 

Turgut Kaya sitzt immer noch in Auslieferungshaft in Athen. Das Urteil des Oberlandesgerichtes Athen, das seine Auslieferung an das faschistische Erdogan-Regime vorsieht, kann erst vollstreckt werden, wenn der griechische Außenminister zugestimmt hat. Das wurde bisher durch eine breite internationale Solidaritätsbewegung verhindert. Turgut Kaya selbst ist seit dem 31. Mai aus Protest in einen Hungerstreik getreten.

Gefahr für Leib und Leben

Süleyman Gürcan als Co-Vorsitzender der ATIK zeigte eindringlich auf, welcher Gefahr für Leib und Leben Turgut Kaya bei einer Auslieferung in die Türkei ausgesetzt wäre. Ernst Herbert von der MLPD kritisierte in seinem Grußwort die deutsche Bundesregierung, die im Interesse der faschistischen Erdogan-Regierung auch hier in Deutschland türkische Revolutionäre und Freiheitskämpfer kriminalisiert, wie zuletzt die Band Grup Yorum beim Rebellischen Musikfestival.

 

Mit dem Solidaritätsschreiben von Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR, wurden revolutionäre Grüße überbracht und zugesichert, dass wir auch die ICOR Europa und Revolutionäre in Griechenland informieren, damit sie den Protest unterstützen, in Griechenland Öffentlichkeit herstellen und die Solidarität organisieren.

 

Im Grußwort der Roten Hilfe e.V. wurde der Appell an die griechische Regierung gerichtet, ihr Ansehen nicht zu verspielen, wenn sie einen Revolutionär an ein faschistisches Regime ausliefert.

Protesterklärungen übergeben

Zum Ende der Kundgebung übergab eine Delegation die gesammelten Protesterklärungen an die Consular Attachee Frau Wasiliki Lalacon, die sich das Anliegen interessiert anhörte und die kurzfristige Übergabe an das Außenministerium zusagte.

 

Wir verabschiedeten uns mit der gegenseitige Zusicherung, in der Solidarität weiter eng zusammenzuarbeiten und den Protest zu verbreitern.