Leipzig

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Unbefristeter Streik bei Halberg Guss

Seit gestern in der Frühschicht streiken die Kollegen unbefristet für ihre Arbeitsplätze.

Korrespondenz
Unbefristeter Streik bei Halberg Guss
Kämpferische Kollegen beim Streik in Leipzig (rf-foto)

98,5 Prozent der Belegschaft votierten in der Urabstimmung für Streik. Die fehlenden 1,5 Prozent sind krankheitsbedingt. Mit "Nein" gestimmt hat keiner.

 

Geschlossen sind sie in den Streik getreten. Die Kollegen haben die Tore dichtgemacht und stehen rund um die Uhr Streikposten. Da geht nichts rein und nichts raus. Es geht um 700 Arbeitsplätze, dabei rund 90 Leiharbeiter. Einige Kollegen sind schon seit 40 Jahren im Betrieb, wo sie Gussteile  produzieren. Vor Jahren wurde wurde das Werk von einem Bosnier übernommen und gehört zur Prevent-Gruppe (Zulieferbetriebe für die Automobilindustrie). VW drückt die Zulieferer, und die Preventgruppe hat jetzt die Preise für VW verzehntfacht. Das macht der VW-Konzern nicht mit und will nun selbst produzieren. 2019 soll Halberg Guss geschlossen werden.

 

Bei der Urabstimmung geht es um einen Sozialtarifvertrag und Qualifierungsgesellschaft. Die Kollegen sagen aber: "Es geht um unsere Arbeitsplätze." Und: "Das ist Kapitalismus." "Wir kämpfen für den Erhalt unserer Jobs bis zuletzt", so ein weiterer Kollege.

 

Heute morgen waren Porsche-Kollegen mit vor dem Tor und erklärten sich solidarisch. Die Kollegen brauchen die Solidarität aller VW-Kollegen! Dies gilt es zu organisieren. Gerne stellten sie sich für das Foto für die Rote Fahne. Es war ihnen wichtig, dass ihre Kampfbereitschaft ins Bild kommt. Wir von der MLPD erklärten uns solidarisch und machen den Arbeitskampf bekannt. Und wir kommen wieder.