Essen und Düsseldorf

Warnstreik an Universitätskliniken

Im Kampf um eine Personalbemessung für die Beschäftigten in Krankenhäusern eskaliert die Auseinandersetzung an den Universitätskliniken in Essen und Düsseldorf.

Korrespondenz aus Essen

Die Kollegen akzeptieren die Hinhalte- und Blockadetaktik der Vorstände nicht mehr länger und wollen eine spürbare Entlastung. Die Situation ist nicht mehr hinnehmbar.

 

Gestern wurden bewusst jeweils nur etwa 50 Leute in den Streik gerufen, um für den nächsten Warnstreik zu mobilisieren, der am 20. Juni stattfinden soll.


Das Bewusstsein der Pflegekräfte hat sich verändert. Vor allem die jungen Kolleginnen und Kollegen sind bereit, für ihre Interessen auf die Straße zu gehen und zu streiken. Sie haben erkannt: Patienten werden nicht unterversorgt, weil Pflegende streiken, sondern Pflegende streiken, weil Patienten unterversorgt werden. Auch bisher noch unbeteiligte Bereiche wollen sich dem Streik anschließen.

 

Gleichzeitig ist die Politik der Groko im Visier, insbesondere Jens Spahn, der am 20. Juni bei der Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf ist. Er wird durch eine bundesweite Demonstration der Krankenhausbeschäftigten empfangen.

 

Das ist der Beginn eines längeren Kampfs für mehr Personal in den Krankenhäusern. Letzten Endes geht es aber jeden etwas an, denn es geht um eine menschenwürdige Krankenversorgung der ganzen Bevölkerung.