Kurdistan

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Türkei rückt in Südkurdistan (Nordirak) vor

Seit 1992 besetzt die Türkei Gebiete in Südkurdistan.

Korrespondenz
Türkei rückt in Südkurdistan (Nordirak) vor
Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungskräfte HPG (Hêzên Parastina Gel) im Kandil (Südkurdistan/Nordirak) (foto: ANF)

Unter der Flagge der NATO-Operation namens "Poised Hammer" (deutsch: schwebender Hammer) fand diese Besatzung statt. Die Operation sollte dem damaligen Machthaber Saddam Hussein unmöglich machen, seine Armee den 36. Breitengrad überschreiten zu lassen. Im Zuge dieser Operation griff die Türkei im Bündnis mit den USA und kurdisch-irakischen Kräften die PKK an.

Türkei hält 18 Militärbasen in Südkurdistan

Unter den kurdisch-irakischen Kräften war die damals schon von Masud Barzani geführte PDK (Demokratische Partei Kurdistans). Ihr verhalf die USA als Dankeschön dafür zu der Regierung, die sie bis heute bildet. Heute sind 18 Militärbasen der Türkei in Südkurdistan bekannt. Seit Frühling diesen Jahres hat die Türkei per Hubschrauber Soldaten in die Region geflogen und drei weitere errichtet. Begleitet wird das mit Bombardements. Rund um die Uhr sind Drohnen im Einsatz. Kurdische Kräfte verteidigen sich und greifen die neuen Basen an.

Erhöhte Wachsamkeit gefragt

Am 8. Juni erreichte ein "Langer Marsch" von kurdischen Jugendlichen die Kandil-Berge, in denen die PKK ihre Stellungen hält. Sie demonstrierten gegen die neuesten Angriffe dort. Angesichts sich verschlechternder Umfragewerte für die AKP/MHP-Regierung und einer labilen Wirtschaftslage wird hier wohl der nächste faschistische Angriffskrieg der neuimperialistischen Türkei vorbereitet.

 

Alle friedliebenden Menschen sind zu erhöhter Wachsamkeit über diese neuen Entwicklungen aufgerufen. Wenn die neuimperialistische Türkei hier einmarschiert, ist das ein Krieg gegen demokratische und revolutionäre Kurden. Es ist ein Krieg mit Eskalationsgefahr, weil er an der Grenze zum neuimperialistischen Iran stattfindet.