Sofortige Freilassung von Turgut Kaya!

Sofortige Rücknahme des Auslieferungsbeschlusses an die Türkei!

Trotz kurzfristiger Mobilisierung fand vor der griechischen Botschaft in Berlin, auf dem Kurfürstendamm, gestern, 29. Juni, eine Protestkundgebung gegen die drohende Auslieferung des Revolutionärs Turgut Kaya durch die griechische Regierung in die Folterkammern der faschistischen Türkei statt.

Korrespondenz aus Berlin
Sofortige Rücknahme des Auslieferungsbeschlusses an die Türkei!
Die wackeren Protestierenden vor der griechischen Botschaft in Berlin (rf-foto)

An der Soliaktion nahmen Vertreter der MLPD, der Montagskundgebung und Vertreter der Konföderation der ArbeiterInnen aus der Türkei in Europa (ATIK) teil.

Protest bewusst am 29. Juni

Wir haben den Protest bewusst auf den 29. Juni 2018 gelegt, da sich der griechische Präsident Alexis Tsipras als erster Regierungschef mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan getroffen hat.

 

In Kurzreden wurde ein kleiner Rückblick auf die frühere griechische Millitärjunta geworfen. Außerdem wurde Tsipras der Nimbus des angeblichen „Linken“ genommen, der vor der Wahl versprach, alles für die Verbesserung der Lage der Menschen zu tun und nach der Wahl nichts davon eingelöst hat. Dazu passt der Auslieferungsbeschluß von Turgut Kaya an die Türkei. Angela Merkel wurde kritisiert, weil sie sich nicht rührt, sich von Erdoğan erpressen lässt und ihm sogar noch Panzer für seinen Überfall auf Syrien lieferte.

Grund der Inhaftierung: Revolutionär sein

Der Revolutionär Turgut Kaya hat keinerlei Verbrechen begangen. Was ihm angelastet wird ist, Revolutionär zu sein; alles für die Perspektive der Jugend und die ganze Menschheit zu geben, und dafür sogar sein Leben in die Waagschale zu werfen.

 

Dann ging es hoch zur Botschaft (Politische Abteilung). Empfangen wurden wir von Herrn Radiapolous, dem wir unser Anliegen vortrugen. Er versicherte uns, dies heute noch nach Griechenland weiterzumelden. Ihm waren auch die bundesweiten Soliaktionen bekannt, und in einer Nachbesprechung kamen wir zu der Einschätzung, dass das öffentliche Auftreten seine Wirkung zeigt, und setzen auf Freilassung und keine Auslieferung an die faschistische Türkei. Hoch die Internationale Solidarität!