Solidarität International

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Protestiert gegen Abschiebung von Alassa Mfouapon!

Die Hilfs- und Solidaritätsorganisation Solidarität International hat folgende Protesterklärung anlässlich der Abschiebung des Flüchtlings Alassa Mfouapon aus der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen veröffentlicht:

Von Solidarität International
Protestiert gegen Abschiebung von Alassa Mfouapon!
Ellwanger Flüchtlinge protestieren beim Internationalistischen Musikfestival (rf-foto)

Mit Bestürzung, Trauer, Wut und Empörung haben wir erfahren, dass unser guter Freund und glühender Internationalist Alassa Mfouapon im Rahmen des Dublin III-Abkommens nach Mailand/Italien abgeschoben wurde.

Unerschütterliche Freiheitsideologie

Alassa ist uns ans Herz gewachsen, seit wir ihn bei den Aktivitäten der Flüchtlinge aus der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen kennengelernt haben. Immer ein offenes Ohr, akzeptierte Respektsperson, trotzdem bescheiden und immer engagiert für die Rechte der Flüchtlinge und bemüht um den Kontakt mit den Einheimischen. ...

 

Auf seiner Flucht durch mehrere afrikanische Staaten hat er sich politisiert und eine unerschütterliche Freiheitsideologie entwickelt. Alassa ist ein hoch gebildeter und begabter Mensch, spricht Englisch, Französisch, Italienisch und auch schon ganz gut Deutsch, dazu noch mehrere afrikanische Sprachen. ...

 

So organisierte er federführend die Pressekonferenz und maßgeblich auch die Demonstration gegen den brachialen Polizeieinsatz am 3. Mai in Ellwangen/Ostalbkreis gegen die Abschiebung eines Togoers.

 

Und immer ermunterte er alle, die mit ihm zu tun hatten, sich mit den Zuständen nicht abzufinden, für die eigenen Rechte zu streiten und gemeinsam und organisiert für eine lebenswerte Zukunft einzutreten. ...

Kein "Geschäft wie üblich"

Wir meinen, dass die Abschiebung von Alassa kein „Geschäft wie üblich“ war, sondern dem sich in der LEA Ellwangen entwickelnden Zusammenhalt und Protest die Spitze genommen werden sollte, vor allem sollte eine organisierte und organisierende Arbeit zerstört werden, Alassa als krimineller „Gefährder“ eintaxiert werden. So wurde auch die Abschiebung selbst als blanke Machtdemonstration und versuchte Einschüchterung der anderen inszeniert. ...

 

Nun braucht Alassa selbst dringend Solidarität und Hilfe.