Stahl

Fusionsvertrag unterschrieben - als einheitliche Konzernbelegschaft denken und handeln!

Die Zeitung von Kollegen für Kollegen "Stahlkocher" hat in einer aktuellen Extraausgabe zur gerade unterschriebenen Fusion von Thyssenkrupp Steel Europe mit dem indischen Stahlkonzern Tata Steel folgendes geschrieben:

Aus Kollegenzeitung „Stahlkocher“

Die Vorstände von Thyssenkrupp (tks) und Tata Steel haben letzte Woche den Vertrag über ein Joint Venture unterschrieben. Die angeblichen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben alle der Fusion zugestimmt, ... wegen der dünnen Zugeständnisse im Tarifvertrag. Jetzt wird sich zeigen, wie konkret der Abbau der im ersten Schritt 4.000 Arbeitsplätze stattfinden soll. Eine erste drastische Verschärfung ist die Ansage von Thyssenkrupp Steel, dass bis Ende September alle Leiharbeiter rausfliegen sollen. Dagegen müssen wir uns konzernweit - Thyssenkrupp- und Tata-Kollegen gemeinsam - wehren.

Kampf um jeden Arbeitsplatz!

Azubi-Übernahme durchgekämpft - weg mit der Spaltung! Durch den großen Druck aus den Betrieben hat der Vorstand von tks eine Vereinbarung unterschrieben, dass die nächsten drei Ausbildungsjahrgänge 2014, 2015, 2016 unbefristet und ohne PEAG (Zeitarbeit) übernommen werden.

 

Der geplante Rausschmiss der Leiharbeiter ist Spaltung. Das sind genauso unsere Kollegen, junge Leute, oft mit Familie, die schon Jahre im Werk arbeiten. Daher, weg mit der geplanten Arbeitszeitverlängerung. Dauerhafter Erhalt der 31-Stunden-Woche und des Lohnausgleichs. Kampf für eine Konzernvereinbarung zur 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich bei Thyssenkrupp Tata Steel...

So nicht!

Das ist ein Vorgeschmack, was jetzt nach der Unterschrift zur Fusion auf uns zukommt, nämlich 4.000 Kollegen raus und aus dem Rest will man 500 Millionen Euro jährlich extra rausquetschen. So nicht!

  • Sofortige Erhöhung der Krankenreservequote entsprechend des täglichen Krankenstands auf 10 Prozent.
  • Systematische Qualifizierung von Kollegen über den unmittelbaren Bedarf hinaus um den hohen Altersdurchschnitt zu senken. Es dauert Jahre, bis man die Arbeitsplätze wirklich beherrscht.