Frankfurt am Main

Heute Verhandlungen über die Zukunft von Neue Halberg Guss

Heute morgen demonstrierten rund 600 Kolleginnen und Kollegen aus Saarbrücken und Leipzig von Neue Halberg Guss (NHG) in Frankfurt am Main.

Von gp
Heute Verhandlungen über die Zukunft von Neue Halberg Guss
Die Belegschaften von Halberg Guss - hier die Leipziger mit Solidaritätsbesuch aus Eisenach - dürfen sich jetzt nicht spalten lassen (rf-foto)

Dort begannen um 11 Uhr Verhandlungen der Geschäftsführung zwischen NHG und IG Metall über einen Sozialtarifvertrag.

 

NHG hat vor Beginn der Verhandlungen nochmals seinen Druck erhöht: sollte die Produktion am Montag nicht wieder aufgenommen werden, drohten Kunden Werkzeugmaschinen abzuziehen. Damit seien auch die bislang zugesagten Arbeitsplätze in Saarbrücken in Gefahr.

NHG klagt gegen den Bundesvorstand der IG Metall

Gleichzeitig hat die Geschäftsführung von NHG gegen den Bundesvorstand der IG Metall wegen der Rechtmäßigkeit des Streiks Klage erhoben – darüber will das Arbeitsgericht Frankfurt am Main morgen entscheiden.

 

Vor der Verhandlung sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Saarbrücken, Hans Peter Kurtz: "Eine Beilegung des Konflikts ist nur möglich, wenn die Geschäftsführung ernsthaft mit uns verhandelt und uns ein belegbares Konzept für die Zukunft des Saarbrücker Werks vorlegt."

Was wird aus NHG Leipzig?

Und was ist mit Leipzig? Es ist zu befürchten, dass abermals eine Belegschaft die bittere Erfahrung machen muss, dass mit einem Sozialtarifvertrag keine Arbeitsplätze verteidigt und Werksschließungen verhindert werden können. Rote Fahne News berichtet zeitnah von den Ergebnissen der Verhandlungen.