Elbe trocknet aus

Anhaltende Dürre in Sachsen-Anhalt

Seit April hat es nicht mehr geregnet. Immer wieder wird über einzelne Auswirkungen der Dürre berichtet. Das Potenzial der Dürre für eine regionale Umweltkatastrophe ist deutlich: Waldbrände, Trinkwasserknappheit, Ernteausfälle …

Korrespondenz

In 14 von 18 Gebieten Sachsen-Anhalts wurde die höchste Waldbrandgefahrstufe 5 ausgerufen. Waldbrandsgefahrstufe 4 gilt in den restlichen vier Gebieten. Während es 2017 neun Waldbrände auf neun Hektar gab, sind es dieses Jahr 54 Brände auf 91 Hektar. Forst-Verantwortliche sprechen von einer derart angespannten Situation, wie es sie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gegeben habe. Die Wälder sind nämlich zu allem Übel durch die vielen, zum Teil sehr schweren Stürme zusätzlich geschwächt. Der Hitzestress macht es den Bäumen zudem fast unmöglich, sich gegen Schädlinge zu wehren.

Ernteausfälle

Landwirte rechnen mit beträchtlichen Ernteausfällen. Bevor die Pflanzen ganz eingehen, haben sie bereits mit der Ernte begonnen. Die Pflanzen sind allerdings wesentlich kleiner. Zum Teil lohnt sich der Mähdrescher-Einsatz nicht. Als wäre das nicht schlimm genug, stehen auch Felder regelmäßig in Flammen. Bis zu 40 Prozent Ernteeinbuße prognostizieren manche Landwirte.

Trinkwasser wird knapp

Im Raum Sangerhausen wird wegen der Dürre sogar das Trinkwasser knapp und die dortige weltweit größte Rosenausstellung ist bedroht. Die Bewässerungssysteme seien tendenziell überfordert. Der Pegel der Elbe liegt weit unter einem Meter und sie trocknet stellenweise aus, so dass die Binnenschifffahrt längst eingestellt werden musste. Badeseen werden zunehmend von giftigen Blaualgen eingenommen.

Organisierte Widerstandsfront notwendig

In einer Gesellschaft, wo die Einheit von Mensch und Natur Leitlinie ist und nicht die Profitmaximierung, können die Weichen neu gestellt werden und der Menschheit lebenswerte Zukunft sichern. Um das zu erreichen, braucht es einen gesellschaftsverändernden Kampf für den echten Sozialismus.