Frankfurt/Main

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Demo der Halberg Guss-Arbeiter: "Was tun wir? Streiken, streiken, streiken!"

2.000 kamen am 12. Juli zur Demonstration der Halberg Guss-Arbeiter, zu der die IG Metall aufgerufen hatte. Immer wieder klang es aus hunderten Kehlen stolz durch die Straßen - gesäumt von Frankfurter Banktürmen: "Wir streiken, streiken, streiken!"

Korrespondenz aus Frankfurt/Main

Die Kolleginnen und Kollegen betonten: "Die Arbeiter müssen zusammenstehen, allein gehen wir unter“ und "Wir dürfen uns nicht spalten lassen in Leipziger und Saarbrücker Kolleginnen und Kollegen".

 

Es waren acht vollbesetzte Busse aus Saarbrücken gekommen, etliche aus Dresden und auch aus anderen Betrieben waren viele gekommen. So von Siemens Offenbach mit Transparent, die Flugwerker aus Speyer, Beschäftigte von Mahle in Rheinland-Pfalz. Viele IG Metall-Fahnen und auch die Jugend der IG BAU sowie die MLPD waren sichtbar. Der Gedanke, wir dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, bestimmte viele Gespräche und der Gedanke.

Anständiger "Sozialtarifvertrag"?

Redner der IG Metall betonten, man dürfe sich solche Methoden nicht gefallen lassen, Werke aufzukaufen und dann zu schließen. Aber auch: „Wenn das Werk kaputt geht, dann sollen sie wenigsten anständig zahlen.“ Doch ein noch so teurer "Sozialtarifvertrag" kann aber keine Arbeitsplätze erhalten. Das war Gesprächsstoff in vielen Auseinandersetzungen.

 

Vielen war nicht bewusst, dass eine Unterschrift unter den "Sozialtarifvertrag" Zustimmung zur Vernichtung des Arbeitsplatzes bedeutet. Diese Demonstration war jedoch eine hervorragende Gelegenheit, das weiter zu klären und voneinander zu lernen.