Truckenthal

Rebellischer Urlaub: Sommercamp gestartet

„Rebellischer Urlaub – solidarisch, antifaschistisch, international, für Frieden, selbst organisiert!“ Genauso ging es am Samstag los – das Sommercamp von REBELL und ROTFÜCHSEN 2018.

Von REBELL- und ROTFUCHS-Reporter
Rebellischer Urlaub: Sommercamp gestartet
Sportturnier beim Sommercamp 2017 (Foto: RF)

Alles war vom Aufbauteam bestens vorbereitet. Große Wiedersehensfreude bei denen, die sich schon kannten, große Neugier bei vielen, die zum ersten mal kamen.

Trotz Streicheleinheiten und Kuss - aus dem Frosch wurde kein Prinz (Foto: REBELL)
Trotz Streicheleinheiten und Kuss - aus dem Frosch wurde kein Prinz (Foto: REBELL)

In Kürze:

  • Sommercamp des REBELL und der ROTFÜCHSE 2018 ist gestartet
  • Anna Vöhringer, Vorsitzende des REBELL, begrüßte die Camp-Teilnehmer
  • Tolles Programm - es lohnt sich, kurzentschlossen noch hinzufahren

Rotfuchsreporterin Dimah: "Gestern haben alle 116 Leute im Nassen Zelte aufgebaut oder sind in die Hütten gezogen. Und im Niesel gab es Begrüßung und Lagerfeuer mit Singen. Am Abend hat Eilena etwas Heimweh. Aber Sebastian hat ihr so lange vorgelesen, bis sie eingeschlafen ist."

"Unser Sommercamp findet in turbulenten Zeiten statt"

Der Begrüßungsabend begann mit einer kleinen Demo der Öffentlichkeits-Zeltgruppe: Mit Transparenten und Sprechchören forderten sie "Seebrücke statt Seehofer!" 

 

Anna Vöhringer, die Vorsitzende des REBELL, freute sich mit allen auf die kommende erste Campwoche: „Unser Sommercamp findet in turbulenten Zeiten statt. Dass die Bundesregierung sich richtig nach rechts entwickelt, ist eine sehr ernste Situation. Unser Camp steht in dem Zeichen, dass wir dagegen rebellieren. Beim Rebellischen Musikfestival an Pfingsten genau hier in Truckenthal haben wir gesehen, dass wir organisiert dagegen kämpfen und gewinnen können!“

 

Anna Vöhringer begrüßte internationale Gäste, und stellte das bunte sportliche, kulturelle und politische Wochenprogramm und die Teams vor, die das Camp selbst organisierten.

Erfolg gegen Anordnung des NRW-Innenministeriums

Lisa Gärtner, jugendpolitische Sprecherin der MLPD, erklärte die Bedeutung des Camps an einem aktuellen Beispiel. Vor drei Jahren hatte der die nordrhein-westfälische Landesbehörde des Geheimdienstes "Verfassungsschutz" dem NRW-Innenministerium geschrieben, dass es eine finanzielle Unterstützung von Teilnehmerbeiträgen für das Sommercamp verbieten solle. Folgsam gab das Ministerium einen entsprechenden Erlass an alle Jugendämter heraus.

 

Eigentlich sollte es das seit dem Hitler-Faschismus nicht mehr geben, dass die Ministerien Erfüllungsgehilfen der Geheimdienste sind. Eine Lehre aus dem faschistischen Geheimen Staatspolizei (Gestapo) war das Trennungsgebot von Polizei und Polizei, das heute wieder schrittweise aufgelöst wird.

 

Einige Städte hielten und halten sich nicht an den Erlass. Aber das Jugendamt Leverkusen befolgte ihn. Jetzt hatte das Sozialgericht Düsseldorf geurteilt: as Amt muss vier Mädchen aus Leverkusen, die dagegen geklagt hatten, den vollen Betrag von 120 Euro auszahlen. Allein irgendwelche "Beobachtungen des Verfassungsschutz" rechtfertigen keine Verweigerung.

Beitrag zum Aufbau von REBELL und MLPD

"Die offene politische Krise in Berlin wurde gestoppt, weil  die Regierung sich auf reaktionärer Grundlage zusammengerauft hat. Deshalb wollen wir vom Camp aus beitragen, gerade in Thüringen bis zu den Landtagswahlen 2019 einen starken REBELL und eine junge schlagkräftige MLPD aufzubauen. Was wir brauchen und haben, ist eine Perspektive: Wir kämpfen nicht nur gegen die Rechtsentwicklung der Regierung, sondern vor allem für den echten Sozialismus!"  Dieser Begrüßungsabend war genauso kurz und schwungvoll wie begeisternd. Ein Liederabend  am Lagerfeuer beendete ihn.

REBELL und ROTFÜCHSE machen Sport

REBELL-Reporterin Lisa: "Das Camp ging am Sonntag trocken und sportlich weiter. Das Jugendcamp stellte einen schönen Sportnachmittag auf die Beine. Große Rebellen und kleine Rotfüchse, zusammen in einem Team, versuchten ihren Sieg zu erringen.  Angeboten wurden ein super Parcour, Ballwerfen, Staffellauf und ein Fußballturnier.

 

Auch einige ältere Betreuer waren dabei. Alles unter dem Motto 'Freundschaft im Wettkampf'. Um einen Sieg zu erringen, hält jeder zu jedem. Alle unterstützten sich, dadurch war die Motivation noch viel größer. Zum Ende war es ein gut gelungenes Nachmittags-Programm."

"Kein Prinz" - aber viele, viele Gründe, noch nach Truckenthal zu fahren

Rotfuchsreporterin Dimah: "Hier seht ihr Eleina und Joyce. Sie haben eine Kröte gefunden und gestreichelt und viel mit ihr gespielt. Sie haben sie auch geküsst. Aber es wurde kein Prinz!"

 

Also gibt es viele, viele Gründe, jetzt noch möglichst rasch selbst mit auf das Sommercamp zu fahren. MLPD und REBELL werden bundesweit weiter kräftig dafür möbilisieren.