Truckenthal

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Sommercamp - Verschönerung der Ferienanlage, Rauchen aufhören und vieles mehr

Jedes Jahr tragen die Teilnehmer des Sommercamps zu Verschönerung und Ausbau der Ferienanlage bei. Jugendliche arbeiten fünf Stunden pro Woche auf den Baustellen, Kinder zweieinhalb Stunden pro Woche.

Korrespondenz aus Truckenthal
Sommercamp - Verschönerung der Ferienanlage, Rauchen aufhören und vieles mehr
Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Workshops auf dem Sommercamp (Foto: REBELL)

Die Kinder haben diese Woche die Aufgabe, kaputte Tische und Bänke mechanisch in Ordnung zu bringen, abzuschleifen und zu streichen. Wie in der Industrie wurde eine kleine Straße mit drei Stationen aufgebaut, bei denen die Kinder rotieren. Alle waren begeistert dabei und wuchsen über sich hinaus!

 

Ein Kind fragte, warum man nicht einfach neue kauft. Darauf andere Kinder: „Das kostet doch Geld!“ „Arbeiten macht viel mehr Spaß als neue kaufen.“ und: „Dann müsste man doch neue Bäume fällen! Wir wollen Bäume aber schützen.“

Immer auf Augenhöhe mit ihnen gesprochen

Ein ehemaliger Opel-Arbeiter, 41 Jahre alt, ist Vorarbeiter beim Sommercamp. Er berichtet: „Letztes Jahr habe ich auf dem Sommercamp Thomas und Marius kennen gelernt. Sie wollten nie zum Sport oder aufstehen. Ich habe aber immer mit ihnen auf Augenhöhe gesprochen. Ich verabrede mich mit ihnen auch in der Freizeit, heute wollen sie mir Fische zeigen, die sie im Forellenteich gesehen haben.

 

Wenn ich was nicht eingehalten habe, habe ich mich entschuldigt. Gestern haben wir dann zusammen gearbeitet. Für die Arbeit brauchte man Mut, wir haben die Zisterne repariert, weil sie nicht mehr richtig funktioniert hat. Marius ist von sich aus in den Kanal gestiegen, das geht vier Meter in die Tiefe! Er war stolz wie Oscar und wir sind richtig zusammengewachsen.“

Selbstorganisiertes Jugendcamp

„Ich bin Kassiererin auf dem Sommercamp und kassiere von allen die Teilnehmerbeiträge. Ich hatte dafür noch nie so eine gute Betreuerin von der MLPD. Sie ist immer da und hilft, vor allem auch dann, wenn es Schwierigkeiten gibt. Sie sind nicht nur da, „wenn es sein muss“, sondern sie machen das gerne, das merkt man richtig. Sie sind jetzt auch in der Zeltgruppe, das hilft uns. Die Jugendlichen haben Respekt vor ihnen, weil sie sehen, dass die echt Ahnung haben von dem, was sie tun.“ (Lara, 16 Jahre, Auszubildende)

Gesundheit erhalten!

Die Sanitäter führten einen Workshop zum rauchen aufhören durch. Daraufhin hörten drei Jugendliche mit dem Rauchen auf, einer mit dem Kiffen. Tagsüber schwitzt man dann doppelt, aber abends ist man doppelt zufrieden.