Buchenwald

Heute vor 74 Jahren: Ernst Thälmann ermordet

Am 18. August 1944 wurde auf persönlichen Befehl Hitlers der Arbeiterführer, Revolutionär, Kommunist und Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), Ernst Thälmann, im Konzentrationslager (KZ) Buchenwald bei Weimar in Thüringen von den Faschisten ermordet.

Korrespondenz aus Halle/Saale

Ernst Thälmann, von vielen Menschen im ganzen Land liebevoll Teddy genannt, hatte 1932 bei der Wahl des Reichspräsidenten als der radikal linke Kandidat in Deutschland fast fünf Millionen Stimmen erhalten.

Von den Faschisten gehasst

Ernst Thälmann warnte rechtzeitig und weitsichtig vor dem Hitlerfaschismus und dem bevorstehenden II.Weltkrieg. Er zog den wütenden Hass aller Diener des Kapitals auf sich. Nachdem die Hitlerfaschisten die Regierungsgeschäfte im Januar 1933 übernahmen, begann die blutigste Zeit der Kommunistenverfolgung in Deutschland. Schon im März 1933 wurde Ernst Thälmann von den Faschisten verhaftet und in verschiedenen Konzentrationslagern eingesperrt. Den II.Weltkrieg sah nicht nur er kommen. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion prägte er den berühmt gewordenen Satz „Stalin bricht Hitler das Genick“. Wie die Völker der Sowjetunion im Bündnis mit den Armeen der Anti-Hitler-Koalition Hitler das Genick brachen und auch dem deutschen Volk die Chance für eine sozialistische Perspektive gaben, durfte er nicht mehr miterleben.

Auf Hitlers Befehl ermordet

Auf ausdrücklichen Befehl von Hitler wurde Ernst Thälmann in das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar gebracht. In der Nacht zum 18. August 1944 wurde er dort ermordet. Niemand sollte davon erfahren und es wurde das Märchen vom Tod durch Bombenangriff in die Welt gesetzt. Hitler, Göring und ihre Mordbanden - sie konnten Ernst Thälmann nicht brechen.

Von der revisionistischen SED missbraucht

In der DDR erkoren die Revisionisten Thälmann zu einer Art Gott-Ersatz. Heute ist Thälmann wieder unter uns, denn es gilt noch immer sein Anspruch, aus der Geschichte lernen, Schlussfolgerungen ziehen und kämpfen für die herrlichste Sache der Welt, eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesellschaft.