Lira

Währungskrise und Inflation in der Türkei

Das faschistische Regime in der Türkei unter Recep Tayyip Erdoğan gerät auch aufgrund wirtschaftlicher Probleme unter starken Druck.

Von gis / ffz

Der Kursverfall der türkischen Lira setzt sich fort, zwischenzeitlich mussten mehr als acht Lira für einen Euro gezahlt werden. Seit Jahresbeginn hat die Lira rund 40 Prozent gegenüber dem Euro verloren. Beschleunigt wurde die Talfahrt durch US-Sanktionen. Wie die britische Financial Times berichtet, trifft der Absturz der Lira bereits die Währungen einer Vielzahl von weiteren, meist abhängigen Ländern.

 

Verschiedene Bankhäuser in den imperialistischen Staaten Spanien, Frankreich und Italien sind ebenfalls betroffen. Sie haben verstärkt in die Türkei investiert. Hier drohen zum Teil massive Zahlungsausfälle, wenn türkische Unternehmen Kredite in Euro oder Dollar aufgenommen haben und jetzt durch den Währungsverlust die Rückzahlungen steigen.

 

Die Hauptlast müssen allerdings die Massen in der Türkei selber tragen: Der schlechte Kurs ihrer Währung jagt die Preise im Land zusätzlich nach oben. Löhne und Gehälter werden so massiv entwertet - die Inflation steigt. Bisher bestand Erdoğans wichtigste Reaktion in der Ernennung seines Schwiegersohns Berat Albayrak zum Finanzminister. Ergebnis: gleich Null. Ansonsten werden jetzt auch Kritiker der Währungspolitik Erdoğans (u.a. in den sozialen Medien) unter verstärkte Überwachung und Unterdrückung gestellt.