Tarifrunde bei der Deutschen Bahn

GDL fordert 7,5 Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat der Deutschen Bahn am vergangenen Donnerstag, dem 10. September, ihre Forderungen zur Tarifrunde 2018 übergeben.

Von GDL

Die GDL fordert eine Entgelterhöhung von 7,5 Prozent. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky fügt hinzu: „Erstmals gehen wir in eine Tarifrunde und fordern feste Besetzungsnormen für die Züge des Fern- und Nahverkehrs.“

Zulagenerhöhung und bessere Arbeitszeitregelungen

Gleichzeitig müssen die Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit deutlich erhöht werden. Die Nachtarbeitszulage soll 25, die Sonntagszulage 35 und die Feiertagszulage 50 Prozent des Stundenlohns betragen, was einer Steigerung von rund zwei Prozent entspricht. Die Zulage für Überstunden soll künftig 25 Prozent des individuellen Stundenlohns betragen und muss monatlich statt jährlich gezahlt werden.

 

"Daran führt kein Weg vorbei, denn das Zugpersonal arbeitet an 365 Tagen im 24-Stundenrhythmus rund um die Uhr“, so Weselsky.

 

Darüberhinaus fordert die GDL bessere Arbeitszeitregelungen. Der GDL-Bundesvorsitzende: „Es muss Schluss sein mit Kurzpausen, Ruhezeitverkürzung und Pausen auf dem Zug. Die Überbelastung muss reduziert werden. Sie führt im Endeffekt zu noch mehr Ausfall durch erhöhten Krankenstand oder Fahrdienstuntauglichkeit, den die verbleibenden Kollegen dann wieder schultern müssen.“