Hunsrück

"C"DU-Landrat gegen Kirchenasyl

Seit einigen Wochen befinden sich verfolgte Flüchtlinge im Hunsrück in sogenannten Kirchenasylen.

Korrespondenz Loreley / Hunsrück

Der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Dr. Marlon Böhr (CDU) hat nun gegen fünf Pfarrer im Kreis Simmern Strafanzeige erstattet, weil sie ihre Kirchen für die Asylsuchenden geöffnet haben.

 

Dr. Böhr ist der einzige, der gegen diesen Asylschutz vorgeht, der zum letzten Mal in den Jahren 1933 bis 1945 – also im Hitler-Faschismus - aufgehoben war. Es stellt sich die Frage, inwieweit dieser Herr Dr. Böhr überhaupt für das Amt eine Landrates geeignet ist, wenn er sich gegen die Flüchtlinge stellt, diese kriminalisiert und deren kirchlichen Helfer vor den Kadi zwingen will.

Pfarrer lassen sich nicht einschüchtern

Es ist hoch anzurechnen, dass die Pfarrer sich nicht einschüchtern lassen und den Drohungen gegenüber mutig auftreten. Dafür müssen sie Unterstützung bekommen. Zitat von Pfarrer Christian Hartung aus Kirchberg-Kappel, einem der asylgewährenden Pfarrer, der bereits zum viertem Mal Kirchenasyl gewährt: „Wir warten ab und werden uns gegebenenfalls einen Rechtsbeistand nehmen, denn die Menschlichkeit muss siegen!“

 

Es geht hierbei nicht um die Kirche oder Glaubensfragen, sondern lediglich um die Willkür eines Landrats, der versucht, sich über die Weisungen des Innenministerium von Rheinland-Pfalz hinwegzusetzen. Dieser Fall gibt einen Vorgeschmack auf das, was kommen wird, wenn die neuen Polizei-, respektive Polizeiaufgabengesetze in Kraft treten.

 

Den Migranten im Kirchenasyl sollte die volle internationale Solidarität gehören.