Hambacher Wald

Polizei räumt den Wald

Heute Vormittag hat die Polizei mit mehreren Einsatzhundertschaften begonnen, die Hütten der Aktivistinnen und Aktivisten des Hambacher Waldes zu räumen. 3.500 Polizisten sind im Einsatz. Die offizielle Begründung, mit der NRW-Innenminister Herbert Reul jetzt seine "Sicherheitskräfte" demolieren und Verhaftungen durchführen lässt ist der "fehlende Brandschutz" samt "fehlender Rettungswege" in den Baumhäusern.

Korrespondenz aus Gelsenkirchen / ffz
Polizei räumt den Wald
Martialischer Aufmarsch am Hambacher Wald (foto: Twitter)

Man bemerke: Auch hier war das, wie im Fall des Kultursaals der Horster Mitte in Gelsenkirchen, (siehe Rote Fahne News) jahrelang kein Thema und wird jetzt als abstruse Begründung aus dem Hut gezaubert, weil das Energiemonopol RWE den Wald Anfang Oktober roden will.

Einer der größten Polizeieinsätze NRW's gegen angekündigten "gewaltlosen Widerstand"

Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach spricht von einem der größten Polizeieinsätze Nordrhein-Westfalens. All das, obwohl die Aktivistinnen und Aktivisten einen „gewaltlosen Widerstand“ angekündigt haben und diesen auch durchführen. Im Gegensatz zur Polizei, die bei den Räumungen durchaus mit Gewalt vorgeht, wie diverse Videos in den sozialen Medien beweisen.

SEK im Einsatz

Dass die bisher betriebene Kriminalisierung dieser Umweltkämpferinnen und -kämpfer weiter aufrecht erhalten wird, zeigt unter anderem der Einsatz von Spezialeinsatzkommendos (SEK) der Polizei. Diese werden für gewöhnlich bei Geiselnahmen, Terroranschlägen etc eingesetzt und sind mit vollautomatischen Waffen ausgerüstet.

Die Aggression geht von der Polizei aus

Von wem die Aggression tatsächlich ausgeht zeigt der folgende Augenzeugenbericht einer Aktivistin der Umweltgewerkschaft: "Am Mittwoch, den 5. September, ist RWE unter Polizeischutz mit bürgerkriegsähnlicher Ausrüstung in den Wald, angeblich um ihn zu „säubern“, Sie drangen auch ins Wiesencamp (auf einer angrenzenden privaten Wiese) vor; mit dem Vorwand, es würden gefährliche Gegenstände beschlagnahmt, um Straftaten zu verhindern. Dabei wurde die Camp-Struktur platt gemacht, es wurden große Wassertanks, Solarpaneele, Klettergurte, Fahrräder, Messer und Werkzeug sowieso, und auch Pinsel und Farben beschlagnahmt!

 

So wird mit massivem Polizeiaufgebot an der Gewaltschraube gedreht und seitens des Monopols RWE werden die Aktivistinnen, Aktivisten und umweltbewussten Menschen kriminalisiert sowie als „Öko-Terroristen“ abgestempelt.“