China

Polizei unterdrückt Proteste in Hunan

Am ersten Septemberwochenende kam es in Leiyang, einer Großstadt in der südchinesischen Provinz Hunan, zu einem Protest gegen die Kürzungspolitik der Stadt. Die Stadtverwaltung will die Kosten in staatlichen Schulen senken und verfügte deswegen, dass zwei Jahrgänge, rund 10.000 Schülerinnen und Schüler, auf Privatschulen wechseln müssen. Nachdem auf erste Elternaktionen sofort mit Festnahmen reagiert wurde, kam es zu Protesten vor Polizeibehörden und zu Autobahnblockaden mit rund 600 Beteiligten. Die Stadt Leiyang liegt im Kohlegebiet und leidet massiv unter Zechenschließungen, Arbeitslosigkeiten und Einnahmeausfällen.