Siemens

"Sofortige Veröffentlichung des 'Geheimpapiers' Zukunftspakt Siemens 2020+'"

Die Zeitung von Kollegen für Kollegen im Siemens-Konzernverbund "ElektroPower" hat in ihrer aktuellen Ausgabe folgendes veröffentlicht:

Aus Kollegenzeitung "ElektroPower"

Die Proteste und Kämpfe um den Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen, ob in Görlitz, Offenbach oder Berlin bringen den Stimmungsumschwung in der Konzernbelegschaft zum Ausdruck. Teilerfolge wurden errungen. Ob bei heftigen Protesten in Verbindung mit der Tarifrunde in fast allen Standorten, prägend im Görlitzer Werk und in der ganzen Stadt, ob in Offenbach oder in den Berliner Werken ...

 

Und es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Auf einmal kommt heraus, dass Kaeser (Siemens-Chef, Anm. d. Red.) seinen Investoren gesteckt hat, dass mit "Vision 20+" jetzt doch 20.000 Arbeitsplätze zum Abschuss freigegeben sind. Auch mit "Dementis" in den bürgerlichen Medien kommt Kaeser aus dieser Nummer nicht mehr heraus. Wir fordern die sofortige Veröffentlichung des "Geheimpapiers" Zukunftspakt 2020+ (in dem diese Geheimklauseln festgeschrieben stehen, Anm. d. Red.). Wir akzeptieren keinerlei Verzicht oder Arbeitsplatzabbau! Es geht um unsere und die Zukunft unserer Jugend!

Auf was wir uns einstellen müssen, zeigt das Dynamowerk Berlin

  • hier wird gedroht mit der Zahl "150 plus". Mit 150 Technikern und Ingenieuren gibt es keine Produktion, vielleicht einen Prototyp. Das bedeutet klipp und klar: Tod auf Raten! Wahrscheinlich kommt ein "Sozialplan". Nach dem Prinzip: Rette sich, wer kann mit individuellem Ausweg. Und das Damokles-Schwert hängt schon über deinem Kopf!
  • Es soll einen Sondertarifvertrag geben, mit 5 Millionen Euro an Kürzungen. Wir sollen also die Verschärfung der Ausbeutung bezahlen.
  • Hinzu kommt die Betriebsvereinbarung Mehrarbeit bis 40 Stunden im Monat, inklusive zweimal Samstagsarbeit - bis 47,5 Stunden in der Woche. Das Ganze bei 38,5 Grad in den Großhallen.

Mehrarbeit kappt die Zukunft der Jugend

Mehrarbeit rettet keinen einzigen Arbeitsplatz, aber kappt die Zukunft der Jugend. Klare Konsequenz muss sein: Unmittelbare Kündigung dieser Betriebsvereinbarung ...

 

Die Pläne des Siemens-Vorstands können wir nur im konzernweiten Kampf zu Fall bringen:

  • Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz auf Kosten der Konzernprofite
  • 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich als Konzernvereinbarung
  • Die IG Metall brauchen wir als unsere Kampforganisation, werdet Mitglied
  • Für unseren Kampf brauchen wir ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!