Ellwangen-Appell

Konstantin Wecker und REBELL München solidarisch mit Alassa Mfouapon

Die Solidarität mit dem aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) Ellwangen nach Italien abgeschobenen Flüchtlingsleaders Alassa Mfouapon wächst stetig.

Von ffz
Konstantin Wecker und REBELL München solidarisch mit Alassa Mfouapon
Alassa Mfouapon in Italien, wohin er abgeschoben wurde (rf-foto)

Bis zum heutigen Mittwoch, dem 19. September 2018, um 11 Uhrn setzen sich 14.860 Menschen für die Rückkehr Alassas und sein Asyl in Deutschland ein. 11.548 haben die Petition auf www.change.org/alassa online unterschrieben, 3.184 sind Offline- und 128 sind Erstunterzeichner.

Im Folgenden bringen wir zwei Beispiele in Auszügen:

Die Initiatoren für die Petition schreiben: „Konstantin Wecker hat uns diese bewegenden Worte zur Unterstützung unserer Petition geschickt“: ‘Liebe Freunde, der Petition für Alassa möchte ich einige persönliche Gedanken aus meinem Lied ‚Willy-2018‘ mitgeben. Manche wissen ja, ich besuche immer wieder das Grab des in den 70-er-Jahren von Neonazis erschlagenen Freundes aus dem Willy-Lied:

'Willy 2018'

'Alle zwei Sekunden wird ein Mensch auf dieser unserer Erde zur Flucht gezwungen.

 
Einer von 110 Menschen weltweit ist von Flucht und Vertreibung betroffen.

 
Und neun von zehn Flüchtlingen leben in Entwicklungsländern.

 
Und vor was fliehen die denn wohl?'

 
Vor unseren Waffen, vor unseren Finanzspekulationen, vor unserer Ausbeutung der Erde auf der sie leben! ...'

 

Gewissenlose Potentaten, die schnell die Chance erkannten, ihre bröckelnde Machtposition wieder zu festigen, schlugen erbarmungslos zu: mit Parolen und Fake News, mit vorgeschobener Bürgernähe und fahnenschwenkendem Unsinn. Sie wussten wohl, was für Ängste in den von einem gnadenlosen Kapitalismus verunsicherten BürgerInnen lauerten und weckten den Leu, der in allen Verängstigten lauert: Denn wer seine Identität nicht in seinem tiefsten Selbst wahrnehmen kann, sucht sich Identität bei ‚Identitären‘. In etwas ‚Größerem‘, ‚Hehren‘ – in Volk, Nation und Vaterland.


Widerstehen wir mit all dem, was uns als menschlichen Wesen gegeben ist an Mitgefühl und Verstand, Poesie und Zärtlichkeit! ...‘“

REBELL München erklärt sich solidarisch

Der Münchener Gruppe des Jugendverbands REBELL schreibt: „Lieber Alassa, wir sind im Jugendverband REBELL auch viele Flüchtlinge. Wir fühlen auch was du gefühlt hast. Wir sind bei dir und versuchen, was wir können, dass du wieder zurückkommst. Fühl dich nicht allein, weil der REBELL bei dir ist. Wir dürfen auch nicht zu Hause bleiben und nichts tun, sondern wir müssen kämpfen für alle. Wenn man zusammen kämpft kann man natürlich gewinnen! Wir vergessen dich nicht. Wenn wir etwas tun können für dich, machen wir das. Einer für alle - alle für einen! Wer einen von uns angreift, greift uns alle an! …"

 

Hier geht es zum kompletten Statement von Konstantin Wecker


Hier geht es zum kompletten Statement der Münchener Gruppe des Jugendverbands REBELL