Hambacher Wald

Mehr als 10.000 Menschen beim Waldspaziergang

Mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verkündete der Waldpädagoge Michael Zobel bei der Auftaktkundgebung des Waldspaziergangs in den Hambacher Wald gestern am frühen Nachmittag - unter Berufung auf erste Meldungen in den Medien.

Von Landesleitung Nordrhein-Westfalen der MLPD
Mehr als 10.000 Menschen beim Waldspaziergang
Über 10.000 Demonstranten beim "Waldspaziergang". (rf-foto)

Schon bei der Anreise waren die Menschenmengen unübersehbar. Viele Anwohnerinnen und Anwohner des Braunkohletagebaus, Menschen aus ganz NRW, anderen Bundesländern und anderen europäischen Nachbarländern waren vor Ort. Der Kampf um den Hambacher Wald und gegen den weiteren Braunkohleabbau setzt ein internationales Signal. Die Polizei setzte gleichzeitig am Wochenende die brutale Räumung der Baumhäuser fort und bereitet sich vor die Rodung mit allen Mitteln durchzusetzen.

Erfolg der Tagebaugegner

Dass der Waldspaziergang durchgesetzt wurde, zunächst auf der alten Landstraße durch den Wald, nun Privat- und Betriebsstraße von RWE, und anschließend auf den von der Polizei planierten Einsatzwegen an einigen der geräumten Baumhausdörfer vorbei, kann als Erfolg der Tagebaugegner verbucht werden.

 

Erneut waren wieder alle Generationen mit Kind und Kegel unterwegs. Allgemeine Stimmung: „Es reicht jetzt!“ Die MLPD war mit einem Transparent "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!", ihren Fahnen und einem Info-Stand vertreten. Der Jugendverband REBELL war ebenfalls deutlich sichtbar.

Solidarität gegen antikommunistische Attacke

Der Wunsch sowohl nach Vielfalt und Breite der Bewegung als auch nach einer konstruktiven Zusammenarbeit prägte die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer. So protestierten sie lautstark, als ein offensichtlich antikommunistisch verhetzter junger Mann aus der Hambi-Mahnwache heraus stürmte, die Genossen am Infotisch der MLPD zunächst verbal attackierte, schließlich handgreiflich liquidatorisch vorging und den Infotisch umstieß. RWE wird sich über solche spalterischen Aktivitäten freuen. Wer sich so verhält, stellt sich außerhalb des Widerstands. Der Angreifer verzog sich dann wieder in die Mahnwache. Die Umstehenden halfen, unseren Infotisch wieder aufzustellen und erkundigten sich erst recht nach der MLPD und ihrer Arbeit.

 

Für das große Interesse stehen vier verkaufte Exemplare des Buches "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?". 18 Umweltaktivisten nahmen das Parteiprogramm gegen Spende mit, um sich weiter über die MLPD zu informieren. 59 Menschen wurden Unterstützerinnen und Unterstützer des Internationalistischen Bündnisses.