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Veranstaltung „Der große Bergarbeiterstreik 1997

Viele Veranstaltungen zum Abgesang auf den (Untertage-)bergbau fanden und finden dieses Jahr statt – meist ohne Bergleute oder nur als Statisten.

Korrespondenz aus Gelsenkirchen
Veranstaltung „Der große Bergarbeiterstreik 1997

Bei der einmaligen Veranstaltung "Der große Bergarbeiterstreik 1997" morgen, 6. Oktober, in Gelsenkirchen-Horst sind die Kumpel Akteure, als Zeitzeugen des großen Bergarbeiterstreiks 1997. (siehe Rote Fahne News)

Wir haben damals mit unserm Kampf die Kohl-Regierung in die Knie gezwungen.

Ein Bergmann

Ein Bergmann erinnert sich: „Wir haben an drei Tagen hintereinander in Bonn demonstriert. Mit 15 Kumpels aus der Zeche Rossenay/Kamp-Lintfort haben wir uns angekettet. Die Panzerketten haben wir aus dem Pütt mitgenommen. Wir haben damals mit unserem Kampf die Kohl-Regierung in die Knie gezwungen. 'Der Dicke muss weg' war eine unserer Losungen, die von der Bevölkerung aufgegriffen und verbreitet wurde. Schließlich wurde sie Realität!“

 

Michael May, Ingenieur bei der Ruhrkohle (RAG), wird Wissenswertes zur Geschichte der Bergarbeiterbewegung vorbringen: „Ich werde einen Bogen schlagen vom ersten großen Streik 1889 mit bis zu 120.000 Bergleuten gegen Lohndrückerei bis zum harten Kampf 1997 gegen die Stilllegung der Zechen. Dabei besonders hervorheben möchte ich, dass im Januar 1918 die Bergleute von 31 Zechen im Ruhrgebiet mit ihrem Massenstreik wesentlich das Ende des I. Weltkriegs beschleunigten.“ Viele weitere Zeitzeugen kommen im Rahmen der Revue zum großen Bergarbeiterstreik 1997 zu Wort - sie werden von Jugendlichen und Kindern interviewt.

Spätsommerwetter auf der Seite der Bergleute

Das wunderbare Spätsommerwetter ist auf der Seite der Bergleute und ihrer Familien – ein Pluspunkt im Protest gegen die politisch motivierte Schließung des Kultursaals, weswegen die Veranstaltung im Freien stattfindet.