Sonderbericht

Weltklimarat schlägt "Katastrophenalarm" - Jetzt das "Original" lesen!

Der vorgestern erschienene „IPCC-Sonderbericht über 1,5 Grad globale Erwärmung“ des Weltklimarats schlägt Alarm. Der Übergang in die globale Umweltkatastrophe läuft weit dramatischer ab, als viele bürgerliche Wissenschaftler bisher prognostizieren.

Von gof/ba
Weltklimarat schlägt "Katastrophenalarm" - Jetzt das "Original" lesen!
Extremwetterereignisse wie Wirbelstürme und Tornados werden immer häufiger (foto: Justin1569 (CC BY-SA 3.0))

Der Bericht fordert einschneidende Sofortmaßnahmen. Seine Analysen sind eine glänzende Bestätigung des Buchs "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?" von Stefan Engel - das schon vor vier Jahren erschien.

Jugend sagt
Jugend sagt "Nein" zur Zerstörung der natürlichen Umwelt durch Monopolkonzerne - gesehen beim Klimaaktionstag in Bonn im November 2017 (rf-foto)

In Kürze

  • IPPC-Bericht zum Weltklima schlägt berechtigt Alarm
  • Ähnliche Prognosen enthielt - wenn auch allseitiger, treffender und weitsichtiger - das vor vier Jahren erschienene Buch "Katastrophenlalarm!..."
  • Statt an die Herrschenden zu appellieren, braucht es eine weltweite aktive Widerstandsfront

 

Zusammen mit  über 100 Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Wissenschaftlern, Ärzten, aber auch Arbeiterinnen und Arbeitern aus der Großindustrie, internationalen Fachleuten hatte er diese akribische und umfassende Analyse vorlegt. Die Warnung: wir sind mitten in einem weit fortgeschrittenen und beschleunigten Übergang in eine globale Umweltkatastrophe. Dieses Buch ist keine Computerhochrechnung, sondern wissenschaftlich erarbeitet mit der dialektisch-materialistischen Methode.


 
Jetzt schlägt auch das IPCC („International Panel of Climate Change“ oder Weltklimarat) Alarm. Das IPCC ist eine Organisation der UNO. Der Sonderbericht 2018 wertet über 6.000 Klimastudien aus und wurde letzte Woche mit den Vertretern von 195 Staaten abgestimmt.  Der IPCC-Bericht fordert eine Beschränkung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius (im Unterschied zu den bisher angepeilten 2 Grad Celsius). Der Bericht hat weltweit für großes Aufsehen gesorgt. Allerdings handelt es sich dabei nicht um "völlig neue" Erkenntnisse, wie es in den Medien teilweise heißt.

Vergleichen wir einige Kernaussagen mit dem Buch „Katastrophenalarm!“

Im Bericht heißt es: „Bis 2030 muss der CO2-Ausstoß um 45 Prozent zurückgehen, verglichen mit dem Jahr 2010. Bis 2050 muss der CO2-Ausstoß bei Null liegen.“  Im Buch Katastrophenalarm wird gefordert: „Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030 und klarer Kurs auf Absenkung des CO2-Gehalts in der Luft auf 350 ppm.“
 
 
Im neuen IPCC-Bericht heißt es: „Wenn die Welt nicht sofort gemeinsam handelt, sind Katastrophen unausweichlich.“ Im Buch „Katastrophenalarm“ heißt es: „Der Titel der Buchausgabe – »Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?« – soll den Ernst der Probleme ebenso bewusst machen wie die Dringlichkeit ihrer Lösung.“


 
Der IPPC-Bericht weist darauf hin: „Kippelemente des Klimas aktiviert werden (könnten), die eine „Heißzeit“ auslösen könnten – wie das Austrocknen des Amazonas-Regenwaldes, das Auftauen der Permafrostböden oder das komplette Abschmelzen des Grönland-Eises, das den Meeresspiegel um sieben Meter ansteigen lassen würde.“ Im Buch Katastrophenalarm heißt es: "Die Entwicklung verläuft nicht gradlinig. Natürliche Klimaschwankungen können zeitweilig den Prozess der Erwärmung überlagern. Das kann jedoch die lebensgefährliche Gesamtrichtung der beschleunigten Klimaerwärmung nicht verändern. Sie steuert auf »Kipppunkte« zu, an denen eine bis dahin allmähliche quantitative Zunahme bestimmter Faktoren in qualitative Sprünge umschlägt. Ein beschleunigter Umschlag in die Weltklimakatastrophe ist bereits in vollem Gang." (Seite 124)


 
In dem Buch gibt es einen größeren Abschnitt 'Klimaerwärmung – direkte Folgen und Rückkopplungen', in dem u.a. der Zusammenhang zur Entwicklung der Meere, das Auftauen der Permafrostböden, der Gletscherschmelze und des Albedo-Effekts behandelt wird.  Allerdings verharmlost der IPCC Bericht die Problematik noch, indem er willkürlich behauptet, eine Erwärmung um 1,5 Grad Celsius könnte es pauschal verhindern, dass solche weitgehenden qualitativen Sprünge eintreten.  Die Erwärmung läuft regional unterschiedlich ab. So ist das empfindliche und für die Erde besonders wichtige Öko- und Klimasystem der Arktis und der Antarktis zwei bis drei Mal so stark betroffen wie der Durchschnitt des Planeten.


 
Der IPPC-Bericht fordert, dass Sofortmaßnahmen nicht partiell sein dürfen, sondern in „allen wichtigen Sektoren ergriffen werden (müssen) – Energie, Verkehr, Industrie, Städte, Landwirtschaft, Wälder.“ Im Buch „Katastrophenalarm!“ wurde ab S. 277 ein ganzes Programm für den Kampf gegen die drohende Umweltkatastrophe entwickelt. (Es ist auch als Faltblatt der MLPD erschienen)

 

Im IPPC-Bericht werden „beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen“, grundlegende Änderungen gefordert – ohne aber darlegen zu können, wie das im heutigen Kapitalismus denkbar sein soll. Das Buch Katastrophenalarm weist darauf hin, dass der Umweltkampf heute gesellschaftsverändernden Charakter annehmen muss, dass die Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft nur durch eine internationale sozialistische Revolution möglich ist.


 
Will man die CO2-Emissionen bis 2050 stoppen, müssen fast alle Bereiche des Lebens umgekrempelt werden, sagt Niklas Höhne, Professor für Klimaschutz an der niederländischen Wageningen-Universität: „Wie wir wohnen, essen, uns fortbewegen, was wir konsumieren. Technische Lösungen alleine werden nicht ausreichen, wir müssen unser Verhalten ändern.“ Hier zieht das Buch "Katastrophenalarm!" Schlussfolgerungen vom proletarischen Klassenstandpunkt aus. Es reicht nicht aus, das individuelle Verhalten zu ändern. Notwendig sind vor allem gesellschaftliche Veränderungen:  "Die neue sozialistische Gesellschaft braucht angesichts der negativen Erfahrungen aus der kapitalistischen Produktions- und Konsumtionsweise einen gesamtgesellschaftlichen Paradigmenwechsel unter der Generallinie der Einheit von Mensch und Natur." So ein Resümee des „Katastrophenalarm“.

Bedeutung des Buchs gewachsen


Die  Streitschrift, von Stefan Engel hat vier Jahre nach ihrem Erscheinen nichts an aktueller Bedeutung eingebüßt, sie ist sogar gewachsen und wurde bestätigt durch die Entwicklungen und Erkennisse seitdem. Es ist wirklich wissenschaftlich und konnte so auch zu seinen zutreffenden Prognosen kommen. Im Vorwort heißt es: „„Das Buch verficht einen hohen wissenschaftlichen Anspruch. Es stützt sich auf gründliche Recherchen, auf Fakten der bürgerlichen Wissenschaft, um ihnen kritisch die wesentlichen Erkenntnisse abzuringen und die dialektischen Zusammenhänge aufzudecken, die in der allseitigen Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur existieren.


 
Leitlinie dieses Buchs ist die dialektisch-materialistische Methode und die Theorie der grundlegenden Einheit von Mensch und Natur, die Karl Marx und Friedrich Engels bereits vor 170 Jahren entwickelt haben.“


 
Einer der ersten Rezensenten schrieb kurz nach dem Erscheinen: "Das Buch macht Mut, den Kampf gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur aufzunehmen und entwickelt, wie dieser Kampf international geführt werden muss. Es gehört in die Hand jedes Menschen, dem die Zukunft der Menschheit am Herzen liegt." Darin hat sich nichts geändert, ebenso wie am unschlagbaren Preis von 17,50 Euro.

 

Hier gibt es mehr Infos und die Möglichkeit, das Buch zu kaufen!