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"Ein Gespenst geht um an der TU Hamburg-Harburg ..."

Entsprechend einem Aufruf der Landes-Asten-Konferenz trafen sich am 1. November Hamburger Studenten, um gegen die massiven Finanzkürzungen zu demonstrieren.

Korrespondenz aus Hamburg
"Ein Gespenst geht um an der TU Hamburg-Harburg ..."
Studierende vor der Mensa der TU Hamburg-Harburg (Foto: Staro1 / CC BY-SA 3.0)

Gebäude verrotten, Hausmeisterstellen werden eingespart, 93 Prozent des wissenschaftlichen Personals haben befristete Jobs. Vorlesungssäle sind überfüllt,  keine Wohnungen für die Erstsemester. Alles berechtigte Gründe für Schüler, Studenten und Hochschulpersonal, um auf die Straße zu gehen.

Wie weiter gegen die Rechtsentwicklung?

Diese Demo war allerdings nur ein Anfang von Protesten. Und so war das Hauptthema unter den etwa 300 Anwesenden, was man besser machen kann, damit nächstes mal Tausende auf der Straße sind.

 

Wir von der Hochschulgruppe der MLPD verteilten Flugblätter und diskutierten viel. Die Erklärung des Zentralkomitees gab Anlass zu Gesprächen, wie weiter erfolgreich gegen die Rechtsentwicklung der Regierung gekämpft werden kann, besonders nach den großen Hamburger Demos und den 250.000 in Berlin.

Eigene Erfahrungen mit "Antideutschen"

„Achtung - Spalter am Werk“, darüber konnten einige Aktivisten ihre Erfahrungen berichten. Einer meinte: „Meine Schlussfolgerung aus den ganzen Auseinandersetzungen: Diese Antideutschen tun nur so, als wären sie links. In Wirklichkeit sind die stramm rechts oder erledigen das Geschäft der Reaktion.“


„Das finde ich gut, dass die MLPD bundesweit gegen diese Seuche offensiv vorgeht. Die Ausschlüsse aus den Aktionseinheiten gegen die MLPD habe ich mitbekommen.“


„Keiner will rassistisch oder antisemitisch sein. Da wird darauf spekuliert, dass man sich nicht richtig wehren kann, wenn so ein moralischer Vorwurf kommt.“


„Das sind zwar nicht viele, sie haben sich aber bei verschiedenen Jugendorganisationen Schlüsselpositionen erobert und sind auf Aktionseinheitsverhandlungen spezialisiert."

Solidarität gegen Werbeverbot für fortschrittliche Veranstaltung

Weiter verteilten wir ein Flugblatt der MLPD Hochschulgruppe, mit dem wir gegen das Werbeverbot an der TU-HH-Harburg Stellung nahmen: Eine Veranstaltung mit dem Physiker Christian Jooß aus Göttingen zur Bedeutung der dialektisch-materialistischen Methode in der Physik sollte an der TU nicht beworben werden dürfen (siehe Rote Fahne News).

 

Mit dem Flugblatt der MLPD-Hochschulgruppe „Ein Gespenst geht um an der TU Hamburg-Harburg – das Gespenst des Kommunismus!“ solidarisierten wir uns mit den Veranstaltern, dem „Gesprächskreis Dialektik und Materialismus“, und forderten auf, gegen das Werbeverbot Stellung zu beziehen. Viele Gespräche ergaben sich auch hierüber:


„Zensur dürfen wir nicht dulden. Wenn die damit durchkommen, werden sie auch die nächste politisch linke Äußerung verbieten“, „Ich bin an der Veranstaltung interessiert - wenn ich Zeit habe, komme ich“, „Wir studieren an der TU-Harburg, das Flugblatt müsst ihr unbedingt auch bei uns verteilen!“ Werden wir!