Gelsenkirchen

Abschiedsgeschenk an Hans-Georg Maaßen

Die Bezirksvertretung West der Stadt Gelsenkirchen hat dem Jugendzentrum Che Zuschüsse für ein antifaschistisches Bildungsprojekt - konkret: für eine Fahrt in die KZ-Gedenkstätte Buchenwald - abgelehnt. Dazu schreibt das überparteiliche Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen:

Von AUF Gelsenkirchen
Abschiedsgeschenk an Hans-Georg Maaßen
Revolutionäres antifaschistisches Gedenken ist wichtiger denn je (foto: REBELL)

„Da hat die Bezirksvertretung West doch ein schönes Abschiedsgeschenk an den scheidenden ultrareaktionären Verfassungsschutz-Präsidenten Maaßen gemacht,“ so Monika Gärtner Engel, Stadtverordnete von AUF. Entgegen aller Beteuerungen über die Förderung des Bürgerwillens, die demokratische Beschlussfassung durch die Bürger im Bürgerhaushalt, hat die Bezirksvertretung West mit krasser antikommunistische Begründung ausgerechnet die antifaschistische Bildung von Jugendlichen abgelehnt.

 

„Ausgerechnet mit Berufung auf den Inlandsgeheimdienst, der im letzten Jahr unter den Stichworten NSU, Chemnitz und Maaßen massiv in Verruf geraten ist, wird eine Fahrt von Jugendlichen zum KZ Buchenwald abgelehnt. Das ist wirklich ein krasses Schlaglicht! Dies umso mehr, als dies zwei Tage vor dem Jahrestag der Reichspogromnacht, sowie des 100-jährigen Jubiläums der bahnbrechenden Novemberrevolution in Deutschland stattfand.

Reaktionäre Ausrichtung der etablierten Parteien

Offener kann die reaktionäre Ausrichtung der etablierten Parteien einschließlich Bündnis 90/Die Grünen nicht zum Ausdruck gebracht werden. Was für ein Lichtblick, wie Thomas Grohé von der  Partei die Linke sich positioniert hat.

 

Die Jugendlichen vom Jugendzentrum Che waren übrigens auch äußerst aktiv im Kampf für den Erhalt des St. Josef-Hospitals, für das Hallenbad Horst, gegen die Verbrennung der Pellets von BP bei Uniper. Sie sind seit Jahren unermüdliche Aktivposten in der freien Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Horst. Der schäbige Dank dafür ist der ständige Versuch, sie einzuschüchtern und ihnen keinerlei materielle Hilfe zu gewähren – sei es durch die Verweigerung von Zuschüssen für ihre Kindercamp, sei es durch die jetzige Entscheidung.

Unterstützung von AUF Gelsenkirchen ist gewiss

Nach aller Erfahrung ist kaum zu vermuten, dass die Jugendlichen sich das brav und widerspruchslos gefallen lassen. gemäß ihrem Motto: „Rebellion ist gerechtfertigt“. Man darf gespannt sein. Die Unterstützung von AUF Gelsenkirchen ist ihnen gewiss.“