Frankreich

Am 11. November gegen die Kriegsgefahr auf die Straße

Der 11. November ist in Frankreich gesetzlicher Feiertag. An diesem Tag wurde 1918 mit einem Waffenstillstandsvertrag das Völkergemetzel des I. Weltkriegs mit Millionen Toten, Verstümmelten, Verwundeten beendet.

Korrespondenz aus Paris

Zwei Revolutionen hatten den Waffenstillstand erzwungen: die Oktoberrevolution in Russland und der Novemberrevolution in Deutschland. Der 11. November steht für den Sieg der Völker gegen die Kriegstreiber!

 

In diesem Jahr, zum 100. Jahrestag, plant Präsident Emmanuel Macron eine dreitägige Feier in Paris. Dazu lud er Staatschefs aller ehemaligen Kriegsparteien ein. 60 Repräsentanten werden erwartet, darunter Donald Trump, Präsident der USA, Wladimir Putin aus Russland und Angela Merkel aus Deutschland.

Wachsendes Bündnis für Protest am 11. November

Das Pariser Bündnis "Weder Krieg noch Belagerungszustand" ergriff Anfang Oktober die Initiative für den Protest gegen einen solchen 11. November. Es gibt nun einen Aufruf unter dem Titel „Trump bedeutet Krieg“, der immer mehr Unterstützerinnen und Unterstützer findet.

 

Der Proletarische Marxistisch-Leninistische Bund (UPML), noch Freund der ICOR und bald deren Mitglied, unterstützt den Appell kritisch und ruft auf: Beteiligt Euch an den Protesten am 11. November!

Macron vertuscht Kriege Frankreichs

Bei den Treffen des Aktionsbündnisses haben wir jedoch folgende Frage aufgeworfen: Geht es um den Aufbau einer echten Friedensbewegung, gegen imperialistische Kriege und die Rechtsentwicklung vieler Staaten und auch der EU? Oder zielen wir nur auf ein besonders mieses Individuum wie Trump? In diesem Fall werden wir Macron (und seiner “EU als Friedenskraft") nützlich sein, uns dazu zu bringen, ihre soziale und militärische Kriegspolitik als Verteidigung des Friedens zu verkaufen.


Macron feiert diesen hundertsten Jahrestag, um als "Friedenspolitiker" aufzutreten, indem er die Kriege vertuscht, an denen Frankreich beteiligt ist oder die er selbst initiiert hat.

Alle imperialistischen Mächte bekämpfen

In ihrem Aufruf zu den Protesten schreibt die UPML unter anderem: "In der heutigen multipolaren Welt vervielfachen sich Rivalitäten und Krieg - die Gefahr eines allgemeinen Krieges zur Neuaufteilung der Welt nimmt zu! Die imperialistische USA ist nach wie vor eine imperialistische Supermacht und der erste Kriegstreiber der Welt.

 

Aber in dieser multipolaren imperialistischen Welt wollen neue imperialistische Kräfte wie China, Israel, Indien, Russland, Brasilien, die Türkei eine Neuaufteilung der Welt, genau wie der französische Imperialismus, und schrecken vor Verbrechen und Kriegen nicht zurück.

 

Hingegen haben wir immer Befreiungskriege der unterdrückten Völker unterstützt, wie in Algerien und Vietnam und heute den Kampf des kurdischen und des palästinensischen Volkes. ...

UPML für breites antiimperialistisches und antifaschistisches Bündnis

Imperialismus bedeutet Krieg und diese Gefahr wächst! Deshalb fordert die UPML mit der ICOR ein breites und starkes antiimperialistisches und antifaschistisches Bündnis, auch gegen die unsoziale und rechte Politik der Regierungen.


Kämpfen wir gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen die Zerstörung der Natur, um das Kapital zu stürzen und die sozialistischen Staaten der Welt aufzubauen, die den Frieden bewahren werden."