Duisburg

Revolution braucht mehr als Mut!

Unter dem Motto »Revolution braucht mehr als Mut« fand am 16. November im Ratskeller zu Duisburg-Hamborn eine Veranstaltung der MLPD zu den Lehren aus der Novemberrevolution statt.

Kreisleitung Duisburg der MLPD

Ein historischer Ort: Hier wurde am 9. November 1918 vom Arbeiter und Soldatenrat Hamborn die rote Fahne auf dem Dach gehisst und die Verwaltung des Stadtgebietes Hamborn übernommen.

Überblick über beide Entwicklungen

Im Vorraum empfing die Besucher eine kleine Ausstellung »100 Jahre Novemberrevolution – 50 Jahre Parteiaufbau neuen Typs« des Willi-Dickhut-Museums. Dazu ein großer Büchertisch mit der umfassenden Linie der MLPD und Literatur des Verlages Neuer Weg.

 

Im Saal kamen eine Zusammenstellung von Flugschriften und Zeitungen der MLPD der letzten 50 Jahre sowie die Geschichte einer Zeitung von Kollegen für Kollegen, an der die MLPD mitarbeitet, hinzu.

Lehren aus der Novemberrevolution für heute

In seiner Rede zog der Landesvorsitzende der MLPD Nordrhein-Westfalen folgende Lehren aus der Novemberrevolution von 1918 für heute und die Zukunft:

 

  1. Für eine Revolution muss die objektive Situation gegeben sein, in der die Herrschenden nicht mehr in der alten Weise regieren können.
  2. Die Revolution muss die Massen ergreifen, die nicht mehr in er alten Weise leben wollen. Das erfordert heftige Vorgefechte sowohl weltanschaulicher Art wie auch in praktischen Kämpfen um die Klasseninteressen, in denen die Revolutionäre die Meinungsführerschaft unter der entscheidenden Mehrheit der Arbeiterklasse und der breiten Massen erringen.
  3. Der organisierten Arbeiterklasse in den industriellen Zentren kommt die führende Rolle im Kampf zu.
  4. Vor und in der Revolution findet ein erbitterter Richtungskampf in der Arbeiterbewegung statt, der ausgetragen werden muss.
  5. Das Opfern von Arbeiterinteressen auf dem Profitaltar des "eigenen" Konzerns oder des eigenen Landes führt in letzter Konsequenz bis zur offenen Konterrevolution, bis zum Arbeitermord.
  6. Die internationale Organisierung der Kommunisten und der Arbeiterbewegung ist notwendig.
  7. Die Existenz einer starken, von den Massen anerkannten Führung durch die marxistisch-leninistische Partei neuen Typs ist erforderlich
  8. Die Sicherstellung der proletarischen Führung der Partei in ihrer Zusammensetzung und proletarischen Denkweise sowie einer Parteikultur, die der theoretischen Arbeit, der Erlernung und bewussten Anwendung der dialektischen Methode durch die Masse der Mitglieder sowie des proletarischen Stils in der Kleinarbeit der gesamten Partei höchste Aufmerksamkeit widmet

 

Nach einer Pause mit lebhaften Diskussionen berichteten Zeitzeugen des Parteiaufbaus der MLPD über wesentliche Erfahrungen. Es waren gerade auch junge Arbeiter, Lehrlinge und Schüler, die sich damals der Aufgabe, eine marxistisch-leninistische Partei neu aufzubauen, stellten.

Offensive Haltung zum ideologischen Kampf

Der Parteiaufbau und die Entwicklung des Klassenkampfs erfordert eine offensive Haltung zum ideologischen Kampf. Denn wird der Revisionismus und seine Wirkung nicht zurückgedrängt, so führt das zu Liquidatorentum.

 

Mit dem Streik der Rheinhauser Krupp-Arbeiter und der damit verbundenen Parteiarbeit gab es einen regelrechten Sprung in der Mitgliederentwicklung. Gleichzeitig zeigte sich in dieser Situation, dass es selbst bei Kollegen, die aufs engste mit der Partei zusammen den Kampf entwickelten, nicht zwingend gelingt, diese auch für den Kampf um den Sozialismus zu gewinnen. Um so wichtiger ist es, gerade in solchen Kämpfen die Auseinandersetzung um die Perspektive des Sozialismus mit den Kollegen zu führen, um sie massenhaft für die Partei zu gewinnen.

 

Der Abend schloss mit einer Saaldiskussion, in der besonders die Lehren aus der Novemberrevolution und die Erfahrungen mit ihrer Umsetzung im Mittelpunkt standen.