Gelsenkirchen-Hassel

Bemerkenswerte Bürgerversammlung

Am Mittwoch, dem 28. November 2018, fand in Gelsenkirchen-Hassel eine Bürgerversammlung statt.

Korrespondenz aus Gelsenkirchen
Bemerkenswerte Bürgerversammlung
Das sachkundige Podium, unter anderem mit Monika Gärtner-Engel (links), Jan Specht (zweiter von links) und Dr. Willi Mast (rechts) besetzt (rf-foto)

Die Bürgerversammlung hatte die Verbrennung von Ölpellets im örtlichen Kohlekraftwerk zum Thema. Eingeladen hatten das überparteiliche Kommunalwahlbündis AUF Gelsenkirchen und die Hasseler Mieterinitiative ...

Die Stimmung der 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist entschlossen und kämpferisch.

Alle kennen Krebserkrankungen und Todesfälle aus Familie und Nachbarschaft

Persönliche Erfahrungen werden ausgetauscht. Alle kennen Krebserkrankungen und Todesfälle aus Familie und Nachbarschaft. Wir sprechen über den Gestank und Lärm - vor allen in den Nächten, in denen bei BP abgefackelt wird. Pünktlich wird die Veranstaltung eröffnet. Es geht gleich zur Sache.

Die Hintergründe des Skandals

Jan Specht, sachkundiger Einwohner im Umweltausschuss für AUF, erläutert die Hintergründe des Skandals um die Öl-Pellets. Hochgiftiger Abfall von BP wurde zu dem „Produkt Petrol-Koks“ erklärt. Versetzt mit Kohle ist es nun legal, diesen Sondermüll im Uniper Kraftwerk Scholven zu verbrennen und die Bevölkerung zu vergiften.

 

BP spart sich damit 20 Millionen Euro im Jahr, die die Verbrennung des Sondermülls kosten würde. Wie und warum kam es zu der Umbenennung? Wo verbleiben die geschätzten 50 Tonnen Nickel im Jahr? Wird die verseuchte Kraftwerksasche als Baustoff verarbeitet? Diese Fragen blieben im Umweltausschuss von den Verantwortlichen von BP und Uniper unwidersprochen - aber vor allem unbeantwortet. Die zuständige Bezirksregierung wusste nicht nur davon, sie hatte alles wieder und wieder genehmigt ...

Aktionsausschuss ist gegründet

Gleich am Abend wurde ein Aktionsausschuss gegründet. In ihm arbeiten schon jetzt neben AUF die Umweltgewerkschaft, Kumpel für AUF, die MLPD und die Tierschutzpartei mit. Die Hasseler Mieterinitiative wird die Beteiligung auf ihrem Treffen beraten. Mit diesen Ergebnissen machte die Versammlung Mut. Seit den 70er-Jahren wurde viel verheimlicht und stillschweigend hingenommen. Damit ist jetzt Schluss.

 

Wer mehr dazu erfahren möchte, kann hier den kompletten Bericht lesen