AUF Gelsenkirchen

Keine Akzeptanz der Schließung der Bergwerke! Die Fackel weiter tragen!

„Die letzte Steinkohleförderung auf Zeche Prosper am 21. Dezember ist ein historischer Einschnitt“ stellt das überparteiliche Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen richtig fest.

Pressemitteilung
Keine Akzeptanz der Schließung der Bergwerke! Die Fackel weiter tragen!
Schacht 10 von Prosper-Haniel in Bottrop (foto: Goseteufel (CC BY-SA. 30))

Weiter schreibt es: „Die Steinkohleförderung war Herzstück der industriellen Entwicklung und Prägung der Region. Der untertage geborene, notwendige Zusammenhalt in der Arbeit prägte eine unverbrüchliche Solidarität - auch unter Kumpels unterschiedlichster Nationalität - die in die Mentalität der Masse der Bevölkerung in der Region einging.

AUF Gelsenkirchen und Kumpel für AUF lehnen die Stilllegung des Steinkohlebergbaus in Deutschland nach wie vor ab

Monika Gärtner-Engel, AUF Ratsfrau

‚AUF Gelsenkirchen und Kumpel für AUF lehnen die Stilllegung des Steinkohlebergbaus in Deutschland nach wie vor ab. Das Aus für den Bergbau bedeutet den Verlust zehntausender industrieller Arbeitsplätze und Schließung der qualifiziertesten Lehrwerkstätten. Ein nicht wieder gutzumachender Schaden für die Region! Ja - die Verbrennung von Kohle muss beendet werden. Nein – das hätte nicht das Ende des sichersten und modernsten Kohlebergbaus der Welt bedeuten dürfen und müssen: Kohle ist viel zu schade zum Verbrennen und ein in moderner (Carbon-)Technologie vielfach benötigter Wertstoff. Kohle wird nun importiert - aus Zechen mit katastrophalen Arbeitsbedingungen und Hungerlöhnen oder aus zerstörerischem Tagebau‘ so AUF-Ratsfrau Monika Gärtner-Engel.

Soll  das historische Erbe der Bergarbeiter gleich mit begraben werden?

Bergleute waren auch historische Akteure - und womöglich soll dieses Erbe gleich mit begraben werden: Generalstreik und Rote Ruhrarmee fegten den Kapp-Putsch hinweg; der bedeutende Streik 1997 rettete vorerst Tausende Arbeitsplätze und läutete den Anfang vom Ende der Regierung Kohl ein.

 

Viele Rechnungen bleiben offen: Giftmüll untertage, ein ungerechter Deal der Bergschadensbegleichung am Sportparadies, der Kampf ums Deputat. AUF- Vorstandssprecherin Dagmar Brettschneider blickt in die Zukunft: ‚Es gilt, die besten Errungenschaften der Bergarbeiterbewegung, ihre Fackel weiter zu tragen: hoch qualifizierte und harte Arbeit, unverbrüchliche Solidarität, Kampfgeist und Rückgrat. Das wird Gelsenkirchen noch brauchen!‘“