Münster

ver.di warnt vor neuen Arbeitsverträgen bei Möbelhaus Finke

In Münster-Nienberge wurde das Möbelhaus Finke am 1. November 2018 von der Krieger Handel AG SE („Möbel Höffner") übernommen. Nun sollen die rund 180 Beschäftigten neue Arbeitsverträge bekommen.

Korrespondenz aus Münster
ver.di warnt vor neuen Arbeitsverträgen bei Möbelhaus Finke
(grafik: Internationalistisches Bündnis)

Die Gewerkschaft ver.di warnt die Beschäftigten aber davor, diese neuen Verträge zu unterzeichnen, die Bedingungen für die Beschäftigten sind, laut ver.di, deutlich schlechter. Am vergangenen Mittwoch, 19. Dezember, fand kurz vor der Geschäftsöffnung, um 10 Uhr, auf Einladung des Betriebsrates eine außerordentliche Betriebsversammlung statt.

 

Die Gewerkschaftssekräterin Gaby Beuing berichtet, laut der Münterschen Zeitung, von einer „sehr guten Versammlung", bei der die rechtliche Situation geklärt werden konnte. Ihr Fazit: "Es gibt keine Gründe, neue Verträge zu unterschreiben." Nach einem Betriebsübergang dürften, laut Gesetz die Vertragsbedingungen ein Jahr lang nicht zum Nachteil der Beschäftigten geändert werden. Die Stimmung bei den Kolleginnen und Kollegen ist nach wie vor gedrückt.

Den Kampf um die Arbeitsplätze mutig führen

Der Hausleiter von Möbel Finke und der Eigentümer haben sich bislang nicht öffentlich geäußert. Der Kapitalist Kurt Krieger hatte Möbel Finke vor einigen Wochen als „Sanierungsfall" bezeichnet.

 

Was der Belegschaft in Münster-Nienberge besonders im Nacken sitzt: Das Möbelhaus am Finke-Stammsitz in Paderborn soll Mitte 2019 aufgegeben werden. Dort verlieren rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Der Kampf um die Arbeitsplätze hat Priorität und er muss jetzt mutig geführt werden.