Iran

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Donald Trump verstärkt Drohgebärden

Am Sonntag schossen Unbekannte in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Katjuscha-Rakete auf die schwer gesicherte „Grüne Zone“ ab, wo sie nahe der amerikanischen Botschaft einschlug. Verletzt wurde niemand.

Der faschistoide US-Präsident Donald Trump nahm den Vorfall umgehend zum Anlass, über den mutmaßlichen Drahtzieher zu spekulieren. Er bezichtigte den Iran, die Rakete abgefeuert zu haben. Sollte Teheran den Kampf suchen, wäre dies „das offizielle Ende des Iran“, verkündete er über Twitter.

 

In Saudi-Arabien fordert eine der Regierung nahestehende Zeitung gezielte Luftschläge der USA gegen iranische Einrichtungen. Die Führung des neuimperialistischen Saudi-Arabien ist ein Erzrivale des ebenfalls neuimperialistischen Iran in Bezug auf die Vormachtstellung in der Region. Bei einer Konferenz in Mekka am 30. Mai will Saudi-Arabien eine Allianz möglichst vieler sunnitischer Staaten gegen den schiitischen Iran schmieden. Auch Israels Regierung ist daran interessiert, dass der Iran militärisch geschwächt wird. Vor allem in Syrien führen Israel und der Iran einen Schattenkrieg. Israel will unter allen Umständen verhindern, dass sich der Iran in Syrien an der Grenze zu Israel festsetzt.

 

Der wachsenden Aggressivität des Hauptkriegstreibers USA begegnet das faschistische Regime im Iran seinerseits mit der Drohung, die Straße von Hormuz für Öltransporte, an denen der US-Imperialismus und seine Verbündeten Interesse haben, unpassierbar zumachen. Auch fährt der Iran laut aktuellen Medienberichten sein Atomprogramm hoch.

 

Die Gefahr einer militärischen Eskalation in der Region wächst vor allem ausgehend von den USA. Das kann Auslöser einer größeren kriegerischen Auseinandersetzung werden, die - wie jeder imperialistische Krieg - Not und Leid über die Massen in allen beteiligten Ländern bringen würde. Die revolutionäre Weltorganisation ICOR und die MLPD als Mitglied der ICOR setzen sich entschlossen für den Aufbau einer weltweiten antiimperialistischen Einheitsfront ein.