Argumente zur Europawahl

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EU-Klimaziele sind brandgefährlich

Die EU behauptet, sie würde die Ziele des Pariser Kilmaabkommen einhalten. Sie tut so, als ob damit die Klimakatastrophe verhindert werden könnte.

Von MLPD

Aber die anhaltende Verbrennung fossiler Rohstoffe führt zu einer ungebremsten Aufheizung der Erde. Das von den bürgerlichen Parteien zelebrierte Pariser Klimaabkommen mit seinem Ziel der maximalen Erderwärmung von 2-Grad-Celsius widerspricht der Rettung der Umwelt vor einer drohenden globalen Klimakatastrophe.

 

Neben der völligen Unverbindlichkeit des Abkommens und der unwissenschaftlichen Annahme, die Erdtemperatur wie eine Heizung regulieren zu können, nimmt es bereits verheerende Folgen für die Menschheit in Kauf. Schon 1,5 Grad Erwärmung bedeuten Abschmelzung des Grönland-Eises und Anstieg des Meeresspiegels um 20 Meter, Küstenregionen, Millionenstädten würden überflutet.

Für die Entstehung dieses Ziels waren vor allem wirtschaftliche Gründe verantwortlich

In den 1970er Jahren entwickelte der US-Ökonom William D. Nordhaus aus einer Kosten-Nutzen-Analyse heraus die These, dass die Erderwärmung auf 2 bis 3 Grad beschränkt werden müsste.

 

Er war nicht nur Vater des ebenfalls in Paris anvisierten 2-Grad-Celsius-Ziels, sondern auch des CO2-Zertifikatehandels, also des Handels mit Rechten zur Verschmutzung der Luft. Dafür gab's 2018 sogar den Wirtschaftsnobelpreis.

 

Hans Joachim Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimaforschung, kennzeichnete dieses 2-Grad-Ziel wie folgt: „Die im Abkommen von Paris vereinbarte Zwei-Grad-Obergrenze war ein Kompromiss zwischen dem wissenschaftlich Gebotenen und dem ökonomisch Günstigen.“

Das angeblich tolerable 2-Grad-Fenster ist brandgefährlich

Es schützt das Profitdiktat des internationalen Finanzkapitals vor dem Umweltschutz, nicht umgekehrt. Sogar die in der Fridays-for-Future-Bewegung gestellte Forderung nach „Netto-Null-Emission“ würde der Fehlentwicklung nicht ausreichend Einhalt gebieten. Denn sie würde die bereits jetzt zu hohe CO2-Konzentration in der Atmosphäre von über 410 ppm auf längere Sicht beibehalten und den unnatürlichen Treibhauseffekt somit weiter wirken lassen.

 

Die MLPD fordert die Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030 und die Absenkung des CO2-Gehaltes der Luft auf 350 ppm! Dafür ist ein internationaler, aktiver Widerstand nötig, der Regierung und Konzerne zu entsprechenden Maßnahmen zwingt. Den kann man nicht wählen, aber jede Stimme für MLPD/Internationalistische Liste gibt ihm Gewicht.