Europawahl

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Internationalistische Liste / MLPD im Einsatz vor Bosch

Unübersehbar und überhörbar verteilten fünf Freunde der Internationalistischen Liste / MLPD aus Bamberg und Nürnberg die Wahlzeitung zur EU-Wahl an die Bosch-Kolleginnen und -Kollegen. Besonders aufhorchen ließen die Losungen „Politik für Arbeiter - nicht für Milliardäre“ und „Protest von links“ bzw. „Kritik von links an der imperialistischen EU“.

Korrespondenz aus Bamberg
Internationalistische Liste / MLPD im Einsatz vor Bosch
Trotzten dem Regen und der Polizei - die unermüdlichen Wahlkämpfer der Internationalistischen Liste / MLPD (rf-foto)

Mit kurzen Redebeiträgen informierten wir von der Internationalistischen Liste / MLPD bei unserer Kundgebung vor Bosch in Bamberg über die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ vom bayerischen Ministerpräsidenten, über Frau Merkel bis Herrn Juncker in Brüssel bei der Festsetzung der Stickoxidgrenzwerte - zur vollsten Zufriedenheit der Autoindustrie. Damit machten wir deutlich, warum wir die bürgerlichen Politiker auch Dienstleister der Monopole nennen. Etliche zustimmende Bemerkungen gab es gegen eine „Burgfriedenspolitik“. Die Belegschaften der Autoindustrie müssen international verbündet für ihre Interessen eintreten.

 

Ein Kollege nahm das Faltblatt „Werde Mitglied der MLPD“ mit den Worten: „Das muss ich mir überlegen“. Die Kollegen machen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze, aber auch um die Umwelt: „Wir können doch unseren Kindern und Enkeln, die freitags demonstrieren, nicht in den Rücken fallen“.

 

Dass die Werkleitung jetzt schon zum wiederholten Male die Polizei holte, zeigt ihre Nervosität angesichts des verschärften Konkurrenzkampfs in der Autoindustrie und ihre Sorge um die Unwägbarkeit, wohin sich die Belegschaft in dieser Auseinandersetzung wendet. Bei den Dieselbetrügern werden die Gesetze nicht angewandt, sie müssen nicht auf Kosten der Profite für Entschädigung sorgen. Aber die freie Meinungsäußerung zählt weniger als das Recht auf Eigentum. „Das ist Privateigentum von Bosch“, hieß es dann auch vor Ort, obwohl wir eine Genehmigung vom Ordnungsamt hatten. Unter gebotener Sorgfalt und Weiterführung unserer Information gegenüber den Kollegen trugen wir unseren Pavillion aus der verbotenen Zone.

 

Ein erneutes Einsetzen des Regens vertrieb dann die Polizei, bevor wir alles wieder im Auto hatten.