Tarifvertrag

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Bahn einigt sich mit Gewerkschaft der Lokführer (GDL)

Nach dem Abschluss eines Tarifvertrages mit der DGB-Gewerkschaft EVG im Dezember hat sich die Bahn auch mit der Gewerkschaft GDL nach sieben Verhandlungen auf einen Tarifvertrag geeinigt.

Von gp

Die etwa 36.000 Beschäftigten des Fahrpersonals erhalten ab Juli 2019 eine Entgelterhöhung von 3,5 Prozent und ab Juli 2020 von 2,6 Prozent. Außerdem gibt es eine Einmalzahlung von 1000 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 29 Monaten. Die betriebliche Altersvorsorge wird von 2,2 auf 3,3 Prozent ab 1.1.2020 erhöht. Weitere wichtige Ergebnisse sind Verbesserungen bei der Besetzung von ICE und IC-Zügen, Erhöhung der Zulagen und des Einstiegslohns für Lokführer.

 

Die Entgelterhöhung 2020 kann auch in kürzere Wochenarbeitszeit oder mehr Urlaubstage umgewandelt werden. Damit setzt sich in den Tarifverhandlungen eine Tendenz der Individualisierung der Arbeitszeitverkürzung bei den Tarifabschlüssen fort. Dies kommt einerseits dem Wunsch vieler Beschäftigten nach, auf Grund der hohen Arbeitsbelastung, aber auch konkreter Lebensumstände, die Arbeitszeit zu verkürzen.

 

Aber diese Arbeitszeitverkürzung wird von den Beschäftigten selber bezahlt und ist kein wirksames Mittel gegen die Arbeitsplatzvernichtung. Im Gegenteil. Da meist ein entsprechender Personalausgleich fehlt, führt die Verkürzung der Arbeitszeit bei einem Teil der Beschäftigten zu einer Mehrbelastung der Arbeiter und Angestellten.

 

Die Bahn setzt die Ergebnisse beider Tarifabschlüsse einheitlich für alle Beschäftigten um.