Essen

"Der Täter handelte in rassistischer Tötungsabsicht"

Das Bündnis "Essen stellt sich quer" freut sich über die Teilnahme von 180 Personen an der "Kundgebung gegen rechten Terror". Dies schreibt das Bündnis in einer aktuellen Mitteilung an Presse und Öffentlichkeit.

Pressemitteilung

"Anlass der Kundgebung", so die Pressemitteilung, "war die Amok-Fahrt des aus Essen stammenden Andreas N., der aus einer mutmaßlich rassistischen Motivation heraus sein Auto als Waffe gegen Menschen eingesetzt und es gezielt und mehrfach in Menschenmassen gesteuert hat. Ziel waren dabei als "ausländisch" wahrgenommene Mitbürgerinnen und Mitbürger: Bei den Opfern des Anschlags handelt es ich unter anderem um Menschen aus Syrien und Afghanistan. Er handelte in Tötungsabsicht" (Rote Fahne News berichtete).

 

Auf der Kundgebung wurde vom Bündnis "Essen stellt sich quer" ein Redebeitrag gehalten, in dem es u. a. heißt: "Vier Menschen, darunter ein Kind, werden dabei verletzt. Eine 46-Jährige dabei so schwer, dass sie zeitweise in Lebensgefahr schwebt. Danach fährt N. nach Essen, überrollt den Fuß einer Person und versucht zwei weitere Male Menschenansammlungen zu überfahren. Glücklicherweise können sich diese Personen retten und sind mit einem Schrecken davongekommen. Die alarmierte Polizei stellt den mutmaßlichen Täter schließlich und nimmt ihn fest. Noch bei der Ingewahrsamnahme äußert sich Andreas N. massiv rassistisch ... Heute, jetzt, wissen wir, dass der mutmaßliche Täter tatsächlich in rassistischer Tötungsabsicht gehandelt hat. Eine Zäsur. Für alle von uns ...

 

Hoffen wir und arbeiten wir, liebe Freundinnen und Freunde, gemeinsam gegen rechte Hetze. Lasst uns gemeinsam widersprechen, lass uns uns querstellen. Immer dann, wenn Rassistinnen und Rassisten, wenn Rechte die Deutungshoheit für sich reklamieren: Auf der Straße, der Schule und Uni, im Betrieb oder in der Kneipe. Unsere Gedanken sind heute bei den Angehörigen und Betroffenen dieses Anschlags. Wir sind heilfroh über die Meldung, dass die schwerverletzte Person inzwischen außer Lebensgefahr ist. Allen Verletzten wünschen wir eine schnelle und nachhaltige Genesung!

 

Wir wollen, dass sich das Klima ändert, dass sich so etwas niemals wiederholen kann! Dafür stehen wir ein. Gemeinsam, Hand in Hand! Vielen Dank!"

 

Die nächste Montagsdemo in Essen, die sich wie immer ab 18 Uhr auf der Porschekanzel vor der Marktkirche trifft, wird dieses Thema behandeln.