Bottrop

Faschistischer Anschlag

Ein Autofahrer ist in der Silvesternacht in Bottrop mit seinem Wagen gezielt in Passanten gefahren.

Bärbel Kersken, Sprecherin der MLPD Bottrop

Mindestens acht Menschen wurden an vier Tatorten verletzt, darunter auch Kinder, eine Frau sogar lebensgefährlich. Der Tatverdächtige ist ein 50 Jahre alter Deutscher, der aus Essen stammt.

 

Der Täter war wenige Minuten nach Mitternacht in Bottrop absichtlich auf einen Fußgänger zugefahren. Dieser konnte sich vor dem Zusammenprall retten. Der Autofahrer fuhr dann zur Bottroper Innenstadt und in eine Menschengruppe auf dem Berliner Platz hinein, die den Jahreswechsel ausgelassen feierte. Unter den Betroffenen sind vor allem syrische und afghanische Staatsangehörige.

 

Dann raste der Täter weiter Richtung Essen, wo er wieder versuchte, gezielt in eine Menschengruppe zu fahren, die an einer Bushaltestelle wartete. Er sei jedoch so auffällig gefahren, dass die Leute offensichtlich etwas geahnt und sich in Sicherheit bringen konnten. Der Mann fuhr weiter, und verletzte an anderer Stelle eine weitere Person. Dann konnte er endlich von der Polizei gestoppt werden. Er wurde festgenommen.

 

Der 50-Jährige ist bewusst in Gruppen von Menschen gefahren, die größtenteils aus Ausländern bestanden. Selbst NRW-Innenminister Herbert Reul musste eingestehen: "Es gab die klare Absicht dieses Mannes, Ausländer zu töten."

 

Die MLPD und die Montagsdemo Bottrop verurteilen dieses abscheuliche Verbrechen und sprechen allen Betroffenen und ihren Familien ihr Mitgefühl aus. Notwendig ist die vorbehaltlose Aufklärung der Hintergründe des Anschlags und die konsequente Bestrafung des/der Verantwortlichen. Die Bottroper Montagsdemo wird dies am Montag, 7.Januar, am offenen Mikro zum Thema machen. Wir rufen alle Bottroperinnen und Bottroper auf, sich daran zu beteiligen. Treffpunkt: 17.30 Uhr, Hochstraße (vor C&A).