Evonik

Evonik

Klimapolitik des Vorstands - Beitrag zur Rechtsentwicklung

Die Betriebszeitung von Kollegen für Kollegen bei Evonik-Goldschmidt, "Rührwerk", hat sich mit den Angriffen von Christian Kullmann, Vorsitzender des Evonik-Vorstands, auf die Protestbewegung im Hambacher Wald auseinandergesetzt.

Aus der Kollegenzeitung "Rührwerk"

Wenn einer eine "grundlegende Kurskorrektur in der deutschen Klimapolitik" fordert, sollte man meinen, er wird die verbrecherische Abgasmanipulation der Automobilkonzerne anklagen. Weit gefehlt! Wenn ein Herr Kullmann von Klimapolitik spricht, geht es - wie immer, wenn er den Mund aufmacht - um knallharte Profitinteressen.

 

Als gefährliche Entwicklung im Lande betrachtet er die Protestbewegung gegen die Abholzung des Hambacher Walds und ihren Erfolg, einen Rodungsstopp zu erwirken. Kullmanns Schelte gilt allen, die sich dem Druck der Straße beugen, wobei er sich auffällig dem AfD-Jargon nähert.¹ Ungeniert fordert er die Fortführung der Braunkohleförderung, denn hier geht's um die Profite von Energieriesen wie RWE und Chemikonzernen wie Evonik.

 

Der Großteil des Stroms aus der Braunkohle geht in die Schwer- und Chemieindustrie. Kein Zweifel: Kullmann forciert mit seiner Hetze gegen die Umweltbewegung die Rechtsentwicklung der Regierung.

 

Die Braunkohleverfeuerung muss sofort gestoppt werden, weil sie ein Drittel der deutschen CO2-Emmissionen ausstößt und somit erheblich zum Übergang in die Klimakatastrophe beiträgt.

 

Arbeitsplätze seien in Gefahr! Seit wann interessiert Herr Kullmann sich für den Erhalt der Arbeitsplätze? Wie viele hat er denn schon zum Abschuss freigegeben? Für die Verwaltung und die Labore wurde bereits ein Kahlschlag angekündigt, weitere Bereiche sollen folgen.

 

Nicht die Umweltbewegung vernichtet Arbeitsplätze, sondern die Konzerne tun dies. 12.000 Arbeitsplätze will Bayer weltweit abbauen. Die Arbeiterbewegung wird um ihre Zukunft und die ihrer Jugend kämpfen - und zwar für Umweltschutz und für Arbeitsplätze - auf Kosten der Profite.

 

Das bedeutet: Hauptverursacher für die Vernichtung von Arbeitsplätzen und unserer natürlichen Umwelt ins Visier - das sind unter anderem Ruhrkohle AG (RAG), RWE, Bayer und eben Evonik.